Mit ‘Triodos Bank’ getaggte Artikel

Mittwoch, 04. Januar 2012

Liebe (noch nicht)-Kundinnen, liebe (noch nicht)-Kunden, liebe WegbegleiterInnen und WeltbewegerInnen,

Mit Geld etwas zu bewegen – das ist es, was wir bei der Triodos Bank erreichen wollen. Und das können wir nur durch die Menschen, die sich entschließen, unsere Kundinnen und Kunden zu werden. Kurz: Ganz einfach Menschen – wie wir selbst – die auch mit Ihrem Bankkonto einen Unterschied machen möchten,  um einen positiven Wandel zu ermöglichen.

2011 war ein Jahr mit viel Umbruch und Aufbruch:  Wir mussten furchtbares Leid in Fukushima sehen, das viele so tief bewegt hat, dass Ökostromanbieter eine wahre Flut an Neukunden erlebt haben.
Wir hatten viele Jahrzehnte für den Ausstieg aus der Atomenergie demonstriert – nun wurde dieser nicht nur durch erneuten friedlichen Protest endlich durchgesetzt, sondern der Ausstieg wurde auch gewählt. Und dabei wollen es viele Menschen nicht belassen.
Wir erleben weltweite Demonstrationen gegen das bestehende Finanzsystem. Man hat das Gefühl „Nach der Krise ist vor der Krise“ – oder war es umgekehrt?

Und doch: Wohin man sieht geht etwas zu Ende, aber zugleich entsteht viel Neues:
Regionen erfinden funktionierende Regionalwährungen, Menschen schließen sich in Öko-Landbau Kooperativen zusammen, neue Formen der Nachbarschaftshilfe entstehen, Elterngemeinschaften gründen Schulen und so viel mehr, das Mut macht.
Mut der uns darin bestärkt,  dass wir alle, jede und jeder einzelne von uns, gemeinsam „das Gesicht der Welt verändern können.“

Lassen Sie uns auch dieses Jahr gemeinsam viel bewegen! Es ist an uns allen, endlich zu handeln.
Die Zeit dafür ist jetzt!

Alles Gute für ein bewegtes und bewegendes Jahr 2012!

Anna Handschuh, für das ganze Team der Triodos Bank

1. Global Forum am MIT-Presencing Institute, Boston, 24.-25. Oktober 2011

Freitag, 04. November 2011

Bei klarem, hellem Herbstwetter trafen sich ca. 270 Menschen in Boston zum 1. Global Forum des Presencing Institute am Massachusetts Institut of Technology (MIT).  Daneben waren über 300 weitere Menschen via live stream aus aller Welt zugeschaltet. Worum ging es? Um die Stärkung der gegenseitigen globalen Wahrnehmung und Achtsamkeit und was dies für Veränderungen bewirken kann hinsichtlich der großen Krisen unserer Zeit.

Das Presencing Institute hat inzwischen mehr als 5500 Mitglieder in über 100 Ländern. Es steht für soziale Innovationen und Zusammenarbeit in den Feldern Wirtschaft, Soziales, Politik, Kultur, Forschung und Wissenschaft.

Otto Scharmer, der Leiter des Presencing Institute, präsentierte in seiner Einleitung zu der Veranstaltung drei Zahlen, mit deren Hilfe er auf die heute drängenden Probleme in der Welt aufmerksam machte.

  • Die Zahl „1,5“ steht für unseren ökologischen Fußabdruck, unseren Ressourcenverbrauch, der 1,5 Mal höher ist als die tatsächlich vorhandenen Ressourcen auf der Erde.
  • Die zweite Zahl ist „2,5 Milliarden“. So viele Menschen auf dieser Welt leben heute unter der Armutsgrenze.
  • Die dritte Zahl, die Otto Scharmer nannte, war die „3“. Weltweit nehmen 3 Mal so viele Menschen sich selbst das Leben wie Menschen andere, zum Beispiel in Kriegen oder durch Kriminalität, töten. Dazu kommen 15-20 Selbstmordversuche auf einen Selbstmord.

Diese drei Zahlen machen deutlich, dass wir uns eine Welt geschaffen haben und weiterhin schaffen, die wir nicht wollen.

Auf der anderen Seite gibt es außerordentlich ermutigende Entwicklungen. Otto Scharmer nannte hier ebenfalls drei.

  • Zuerst die weltweiten Aktivitäten der Zivilgesellschaft: den Arabischen Frühling, 99%, Occupy und viele andere. Der Ökologe, Unternehmer, Journalist und Schriftsteller Paul Hawken umschreibt diese in seinem wunderbaren Buch „Blessed Unrest“ (dt: “Wir sind der Wandel”) mit dem Satz “Wie die größte soziale Bewegung in der Menschheitsgeschichte der Welt heute zu neuer Anmut, Gerechtigkeit und Schönheit verhilft”.
  • Als zweites nannte Otto Scharmer die überall neu entstehenden innovativen Unternehmen und Projekte, die Lösungen für die Herausforderungen unserer Zeit liefern. Auf dem Global Forum wurden davon sieben ausgewählte Projekte und Unternehmen beispielhaft vorgestellt. U.a. durfte ich die Triodos Bank vorstellen. Andere Unternehmen und Projekte, die vorgestellt wurden, waren u.a. die Naturkosmetikfirma Natura aus Brasilien und die Stadtentwicklung in dem New Yorker-Stadtteil Bronx. Otto Scharmer zitierte in diesem Kontext den Sozialwissenschaftler Kurt Lewin: „Wir verstehen ein System erst dann, wenn wir es ändern.“
  • Und als dritten hoffnungspendenden Aspekt nannte Otto Scharmer die großen Weisheitslehren der Welt. Stellvertretend nannte er Buddha, Konfuzius und Rudolf Steiner.

Während der zwei Tage des Global Forum wurde viel gearbeitet: im Forum, an Fünfertischen, zu zweit, und in Arbeitsgruppen. So entstanden viele Ideen und Inspirationen. Denn das ist auch das Ziel des Global Forum: Es ist der Versuch, die vielen weltweit bestehenden und neuen Innovationen und Initiativen zusammenzubringen. „Connecting the dots“ – die Punkte miteinander verbinden – ist das Ziel.

Sehr treffend hat dies für mich wiederum Paul Hawken  zusammengefasst in seinem Buch „Wir sind der Wandel“:
Wenn wir davon ausgehen, dass die Menschheit ein einziger Organismus ist, können wir uns eine kollektive Bewegung vorstellen, die diesen Organismus schützt und in die Lage versetzt, mit Bedrohungen fertig zu werden. Diese Fähigkeit zur Reaktion würde wie ein Immunsystem funktionieren, das unabhängig vom Willen des Einzelnen agiert. Die gemeinsame Aktivität von Hunderttausenden gemeinnütziger Organisationen [Anmerkung: ich würde hier auch Unternehmen und allgemein jeden Menschen ergänzen] kann als das Immunsystem der Menschheit betrachtet werden, das uns vor schädlichen Einflüssen wie Korruption, wirtschaftlicher Fehlentwicklung und ökologischem Zerfall schützt.

Wir fordern zu neuem Denken über Bankwesen auf

Freitag, 21. Oktober 2011

Die aktuellen weltweiten zivilen Proteste gegen die Bankenbranche – u.a. in Form der Occupy-Bewegung – zeigen: die Bevölkerung fordert ein Umdenken in Bankenbranche und Politik. Seit Ausbruch der Finanzkrise ist aus ihrer Sicht nicht genug verändert worden. Sie wollen eine andere Form von Bank – ein neues Denken über Bank. Wir als Triodos Bankhaben sehr großes Verständnis für die zivilen Proteste und möchte in Deutschland den Dialog über ein Umdenken aktiv mitgestalten.

Was ist aus Sicht der Triodos Bank die „neue Bank“?

1. Die Bank konzentriert sich wieder auf ihre Kernaufgabe, für die sie durch die Gesellschaft beauftragt worden ist: Einlagen einsammeln und hiermit Kredite vergeben.

Alle weiteren Aufgaben, die viele Banken heute betreiben, speziell riskante Investments, müssen von diesem Kerngeschäft abgespalten werden. Selbst dann gilt jedoch: Keine Spekulation. Derivative Produkte sind aufzugeben, solange sie nicht unmittelbar der Finanzierung der Realwirtschaft dienen. Der Eigenhandel ist einzustellen

2. Die Bank ist transparent. Dem Kunden und anderen Interessensgruppen ist zu jeder Zeit klar, was die Bank finanziert bzw. in was sie investiert, wie sie ihre Erträge und Rendite erwirtschaftet, welche Risiken sie hierbei eingeht und wie sie diese managt.

3. Die Bank ist mittelständisch. Dies geht einher mit einer thematischen (Bsp. Nachhaltigkeit)  bzw. geographischen Spezialisierung.

Denn Größe ist kein Selbstzweck. Deshalb sollte gelten: Umso größer eine Bank, umso mehr Eigenkapital muss sie vorweisen. Mit Größe der Bilanzsumme sollten insgesamt die Eigenkapitalanforderungen steigen.

4. Die Bank handelt nicht nur im Interesse ihrer Anteilseigner, aber auch im Interesse anderer Anspruchsgruppen, insbesondere Kunden und Mitarbeiter. 

Die Bank ist sich ihres gesellschaftlichen Auftrages bewusst. Ihr Ziel ist nicht die kurzfristige Profitmaximierung, sondern die Maximierung der Nachhaltigkeit als Einklang von Mensch, Umwelt und Wirtschaft.

5. Die Bank hat klare Ausschlusskriterien, was sie aus ethisch-ökologischen Gründen nicht finanziert. Diese werden veröffentlicht und die Bank lässt sich hieran messen. Die Bank sollte in ihrer Finanzierungs- und Investitionstätigkeit auch nachhaltige Unternehmen und Projekte einschließen.

Risiken müssen minimiert und kontrolliert werden. Denn es ist die oberste Pflicht der Bank, ihre kontinuierliche Rolle als Finanzierer der Realwirtschaft nicht unnötig zu gefährden. 

6. Die Bank wird von Bankern geführt, die sich ihrer wichtigen gesellschaftlichen Rolle bewusst sind und diese auch erfüllen können. Sie denken in Beziehungen, nicht in Transaktionen. Sie denken langfristig, nicht kurzfristig und machen ihre Handlungen transparent.

Sie brauchen für die Erfüllung ihrer Aufgaben keine Anreizsysteme. Sie sind bereit, hierfür auch einen Eid zu schwören (wie dies in den Niederlanden bereits praktiziert wird).

Nachhaltigkeitsbanken wie die Triodos Bank stehen für diese Forderungen. Sie liefern mit ihrem kontinuierlichen Wachstum von im Durchschnitt 20% p.a. den Beweis, dass ein solches Geschäftsmodell auch wirtschaftlich erfolgreich sein kann, ohne Mensch(lichkeit) und Umwelt zu kompromittieren.

Ein anderes Bankwesen ist möglich. Politik und Bankenbranche müssen handeln. Sie müssen dies im Dialog mit der Bevölkerung machen – denn ihr sind sie verpflichtet, von ihr erhalten sie den gesellschaftlichen (Existenz-)auftrag. Die Zeit zu handeln ist jetzt.

Ethische Investments – es geht voran, aber noch keine kraftvolle Bewegung

Mittwoch, 21. September 2011

Auf der Fachtagung zum Thema „Ethisches Investment“ von „Brot für die Welt“ und der Evangelischen Akademie wurde ich eingeladen, Einblicke in die praktische Arbeit in diesem Bereich zu geben.

Die Teilnehmer kamen überwiegend aus kirchlichen Institutionen – wie z.B. Kirchenbanken. Auch Stiftungen und andere interessierte Privatpersonen waren vertreten. Die Triodos Bank war der einzige Vertreter aus dem Kreis der Nachhaltigkeitsbanken.

Auf der einen Seite war ersichtlich, dass sich immer mehr Menschen, denen Werte wichtig sind, mit nachhaltigem Investment befassen. Wie eine Studie der Investmentgesellschaft der Genossenschaftsbanken, Union-Investment, bestätigt, ist gerade bei dem dargestellten Teilnehmerkreis – Kirchen und Stiftungen – das Thema angekommen.

Auf der anderen Seite habe ich gespürt, mit welchen Widerständen diese Institutionen noch kämpfen. Nachhaltigkeit darf eben nicht weniger Rendite erzielen. Leider ist dieses Vorurteil noch immer nicht ausgestorben, obwohl viele wissenschaftliche Arbeiten nachgewiesen haben, dass die nachhaltige Geldanlage langfristig die gleiche finanzielle Rendite wie konventionelle Anlagen bringen. Auch scheint es ein Problem, dass durch die Einschränkung der Aktien und Anleihen, in die man investiert, ein Vergleich mit Indizes wie dem DAX schwerer fällt. Dies führt für die Institutionen, die investieren, zu Rechtfertigungsdruck gegenüber Kontrollgremien und anderen Stakeholdern. Nachhaltiges Investment ist noch keine Selbstverständlichkeit.

Außerdem fiel mir auf, dass die kleinen bestehenden Unterschiede in den Kriterien von Kirchenbanken und Nachhaltigkeitsbanken mehr diskutiert werden, als dass die Gemeinsamkeiten herausgearbeitet werden. Die Ausschlusskriterien sind nun mal nicht bei allen überzeugten Teilnehmern identisch. Katholische Kirchenbanken schließen öfters Alkohol nicht aus, da es eben auch heute noch Klosterbrauereien gibt. Die große Übereinstimmung bei den angewendeten Ausschlusskriterien hat mich aber beeindruckt. Die Kriterien der Triodos Bank entsprechen in den meisten Punkten denen von Kirchenbanken. Aus meiner Sicht besteht hier ein Potential mit Betonung des Gemeinsamen auch eine gemeinsame Bewegung zu entfachen. Ein gutes Beispiel sind die “Entwicklungspolitischen Kriterien” von “Brot für die Welt”.

Ich hoffe, dass mit den entstandenen Kontakten auf der Fachtagung dieses Gemeinsame weiterentwickelt werden kann. Die Triodos Bank ist Mitbegründer der „Global Allicane for Banking on Values“. Auf der Konferenz war zu spüren wie groß die Basis des „Banking on Values“ in Deutschland ist. Wir wollen sie zum Leben bringen.

Was haben ein Müsli und eine Bank gemeinsam?

Montag, 12. September 2011

Mit mymuesli kannst du wählen, was in dein Müsli soll – und was nicht. Das kannst du auch mit deiner Entscheidung für deine Bank. Du entscheidest, was deine Bank mit deinem Geld finanziert – und was nicht.  Bei mymuesli sind alle Zutaten transparent – wir machen transparent, wer unsere Kreditkunden sind und was wir dort finanzieren.

Wir finden, das passt gut und haben uns daher entschlossen, gemeinsam mit mymuesli ein “Weltverbesserer-Müsli”  (selbstverständlich alles in “Bio-Qualität”) zu machen – das gibt es für mymuesli-Kunden, die bei uns ein Konto eröffnen.

Also: Für alle, die jetzt vielleicht schon mymuesli-Kunden sind und, die nun auch gerne ein TriodosTagesgeld oder einen TriodosSparplan eröffnen möchten: Unsere Aktion ist auch zeitlich limiert – unsere Sonderaktion läuft nur bis 30.11.2011. Hier erfährst du jetzt mehr!

In der Zwischenzeit lassen wir es uns schon einmal schmecken..

und lesen das erste mymuesli-Magazin, das zugleich auch Katalog ist.

Über Banken, das Social Web und echte Gespräche…

Freitag, 09. September 2011

An die 100 Banker und Bankdienstleister waren am Mittwoch zur „Bankinglounge“ in der „Finanzmetropole“ Frankfurt versammelt, um mehr darüber zu erfahren, wie eigentlich Bank und Social Media zusammen gehen sollen.
Dabei war die vorherrschende Anzugfarbe schwarz und die Atmosphäre lockerte – passend zum Thema – schnell auf. Dabei wurde das Thema von „den üblichen Verdächtigen“ diskutiert: einem Juristen, einem IT-Berater aus dem Finanzbereich, dem Leiter Online-Marketing der DZ-Bank und uns vertrat Anna Handschuh als Marketing Managerin.
Worauf eine Bank im Social Web aus rechtlicher Sicht besonders achten sollte war genauso Thema wie Portale, auf denen Finanzberater verglichen werden oder auf denen Unternehmen sich direkt bei Usern um eine Finanzierung bewerben können. Ein Beispiel: In Neuseeland bietet eine Bank ihren Kunden Finanzberatung im Online-Chat an.

Schnell kam eine Diskussion in Fahrt und so lernte (mindestens) ein Bankmitarbeiter, dass sein Arbeitgeber für seine privat geäußerten fachlichen Kommentare auf einem Bankingblog haftbar gemacht werden kann, sofern er als Bankmitarbeiter erkennbar ist.

Insgesamt spürte ich, dass eine gewisse Unsicherheit in der Luft lag, wie sich Banken im Social Web verhalten sollen. Man hatte den Eindruck, dass eigentlich viele gerne mehr im „Social Web“ tun würden.
Dabei wurden uns viele Fragen gestellt – zum Einen: Wie unser Geschäftsmodell funktioniert und zum Anderen: Wie wir uns im Social Web verhalten und warum wir dort vertreten sind. Wir vertraten die Ansicht, dass das „Innen“ viel mit dem „Außen“ zu tun hat. Kurz: Social Media bietet aus unserer Erfahrung eine große Chance zum Kundendialog und als Konsequenz hieraus auch eine Chance zur Veränderung der Unternehmenskultur.
Insgesamt war es eine lebendige Diskussion rund um das Thema. Ich denke, wir konnten mit unserem Erfahrungsbericht dazu beitragen, soziale Medien als das zu verstehen, was sie sind: Gespräche. Und zu Gesprächen gehört Zuhören, nicht nur das Senden von Informationen.

Are you a Cultural Creative? Der Film zur Studie “The Cultural Creatives”

Mittwoch, 07. September 2011

 

“The Cultural Creatives – how 50 Million People are changing the world.” Diesen Titel trägt die Studie der beiden Wissenschaftler Ruth Anderson und Paul Ray. Über 10 Jahre nach Erscheinen dieser Studie gibt es nun endlich ein filmisches Porträt über diese weltweite Bewegung, in dem auch wir zu Wort kommen durften. Eine Studie, die fasziniert und ein so genaues Bild dieser Menschen zeichnet, dass man denkt, man säße in ihrem Wohnzimmer.

“You are not alone” – beim Lesen dieser Studie vor ein paar Jahren ging es mir so, dass ich mich und viele Freunde darin wieder erkannte. Und: Ich habe das Gefühl, es werden immer mehr. Kein Wunder, dass die beiden Autoren damals schrieben: “Imagine a country the size of France suddenly sprouting in the middle of the United States. It is immensely rich in culture, with new ways of life, values and worldviews. (…). There is a new country , just as big and just as rich in culture, but no one sees it. (…) This new country and its people are the subject of this book. We report thirteen years of survey research on more than 100.000 Americans, hundreds of focus groups and at about sixty in-depth interviews that reveal the emergence of an entire subculture of Americans.”  Übrigens: zur gleichen Zeit wurde auf europäische Ebene eine europaweite Studie in Auftrag gegeben – Ray und Anderson beschreiben das Ergebnis mit den Worten: “To their amazement, the evidence suggested that there are at least as many Cultural Creatives across Europe as we reported in the United States.” 

So werden die Cultural Creatives für verschiedene Lebensbereiche zum Beispiel so beschrieben: “Books and radio: very literate, demand for good informations, good deception-detectors for ads and for misleading corporate or political claims. Arts and culture: aggressive consumers of the arts and culture. Desire or authenticity: consumer rebellion against things that are “plastic” fake, imitation, poorly made, cliché…Careful consumers:  consumer of durable goods, careful and well informed shoppers who do not buy on impulse. They are likely to research a purchase first and are practically the only consumers who regularly labels. Foodies: They love to test new kinds of food, cook with friends, eat out a lot, do gourmet and ethnic cooking, try natural foods and health foods. Home: They don’t like status display homes with impressive entrances etc. They buy fewer new houses than most people of their income level, finding that new houses are not usually designed with them in mind. Authentic styling in homesVacation travel: leading edge of vacation travel that is exotic, adventuresome without danger, educational, experiential, authentic, altruistic or spiritual. They like temple tours in India and don’t go to fancy resorts. Experiential consumers: prototypical consumers of the experience industry (weekend workshops, spiritual retreats..) Holistic everything: prototypical consumers of personal growth psychotherapy, alternative health care and natural foods….”

Übrigens: Der Begriff des “Lifestyle of Health and Sustainability” tauchte auch damals auf.

Und jetzt: Film ab!

Mehr “als bunte Bilder von glücklichen Menschen” – oder: wie wirbt man eigentlich für eine europäische Nachhaltigkeitsbank?

Dienstag, 12. Juli 2011

Wenn man die Werbung von Banken sieht, sind darauf fast immer glücklich strahlende Menschen abgebildet, die einem wahlweise als “young urban professionals”, “Golden Ager”, oder “Babyboomer” entgegenstrahlen.

Wie gestaltet mal also Kommunikation über eine Bank, die auf diese Bilder verzichten möchte, weil sie lieber authentisch und gerne auch etwas witzig ihre Geschichten erzählen möchte.  Und damit wären wir auch schon am wichtigsten Punkt angekommen: Dem Geschichten erzählen – denn darum geht es uns. Echte Geschichten. Und davon haben wir jede Menge.

Geschichten, die die Idee hinter der Bank erzählen. Geschichte von und mit den Gesichtern unserer Kreditkunden. Geschichten von den Menschen, die uns als Privatkunden ihr Geld anvertrauen. Und auch Geschichten, über uns Menschen als Mitarbeiter.

Ich glaube, viel wirksamer als die eingangs genannten bunten Hochglanzbilder, die letztlich auswechselbar sind, sind Bilder von Menschen mit echten Geschichten. Nun haben wir  in den Marketingabteilungen der fünf Länder, in denen die Triodos Bank aktiv ist, in den letzten Jahren begonnen, diese Geschichten zu erzählen und erzählen zu lassen – in verschiedenen Filmen.

In diesem Sinne: Bühne frei für unsere “Geschichtenerzähler”!

Das hier ist der Film unserer niederländischen Kolleginnen und Kollegen zu ihrer aktuellen Kampagne “Folge deinem Herz – gebrauche deinen Verstand.”

Oder lieber Belgien? Hier ist ein Film, indem unsere belgische Privatkunden erzählen, aus welchem Grund sie bei der Triodos Bank sind.

…wie spannend die Geschichten unserer Kreditkunden quer durch Europa sind, könnt ihr hier entdecken:

und hier kommen unsere Kolleginnen und Kollegen einmal zu Wort – ein Filmporträt über uns in Deutschland, das zur Eröffnung der Deutschlandniederlassung 2009 gemacht wurde.

Fast forward – Berlin Eco Fashion Days

Montag, 31. Januar 2011

Was hat eine Bank mit Mode zu tun? Das haben mich in Berlin einige während der Fashion Week gefragt und fanden es dann aber schnell toll, dass eine Bank, wie wir, die noch jungen Event-Initiativen rund um Eco Fashion in Berlin unterstützt.
Wir sind oft in der Rolle der “Möglich-Macher” oder “SustainEnabler” – so auch in diesem Fall und das hat einen einfachen Grund und dieser liegt in den Auswirkungen der konventionellen Textilindustrie selbst begründet. Um mehr als den massenhaften Absatz von Bio-Baumwolle, sondern auch einen nachhaltigen und sozial verantwortlichen Anbau und Weiterverarbeitung zu unterstützen, braucht es Unternehmer, die “Bio” und “Öko” mit ethischen Werten verbinden. Und diese Unternehmer brauchen Plattformen, um sich zu präsentieren.
Neulich sah ich auf deinem Taxi die Werbung “Embrace Nature – choose cotton” – doch so einfach ist es eben lange nicht.
Im Gegenteil: Die textile Verarbeitungskette gilt aufgrund ihrer extremen Komplexität als besonders schwierig, nachhaltig zu gestalten und ist sehr verzweigt mit vielen Lieferanten und Produktionspartnern – eine echte Herausforderung also, aber auch ein echter Hebel, um wirklich etwas für unsere Welt von morgen zu bewegen.

Und das führte uns nach Berlin, um dort die Veranstaltung The Key To, den GREEN Showroom und den eco showroom zu unterstützen.

Alle drei Eco Fashion Events haben unterschiedliche Schwerpunkte und finden entsprechend auch in verschiedenen Locations statt. Während die The Key To dieses Jahr in der Columbiahalle genau gegenüber der Bread & Butter Quartier bezog und ihren Schwerpunkt auf Casual wear legt, findet sich im Green Showroom Eco Luxury vor entsprechender Kulisse: dem Hotel Adlon.
Den Macherinnen Magdalena Schaffrin und Jana Keller ist es mit dem GREEN Showroom gelungen, überzeugend das Themo “Eco” auf ein sehr hochwertiges Niveau zu heben. Besonders gut gefiel mir jedoch die “Salonshow” des GREEN Showroom - Laufsteg einmal anders, nämlich in den Salonräumen des Adlon.

An einem der Abende hatte ich noch Gelegenheit, unsere Arbeit beim Auftakt Dinner zu “Create Green”, eine Kooperation des Berliner Kreativwirtschaftsnetzwerk “Create” und “The Key To” vorzustellen.

Mein Fazit: Der Bereich Eco Fashion entwickelt sich, aber um in die großen Vertriebswege zu kommen, die letztlich Eco Fashion für alle zugänglich zu machen, benötigt er weitere starke Player im Markt als Unterstützer und Multiplikatoren! Einer könnte z.B. die Messe Frankfurt sein, deren französische Tochter letztes Jahr die Pariser “Ethical Fashion Show” gekauft hat.

We love money! Die Triodos Bank und der eco Showroom

Montag, 06. Dezember 2010

We love money! So hieß unsere Aktion zur Eröffnung des eco Showroom.

Was soll das denn heißen? Klar, typisch Bank. Die Antwort aber ist: Für uns ist Geld ist ein Mittel der Veränderung. Kein Selbstzweck. Kurz: We love money - um damit etwas Positives für Mensch und Umwelt zu bewegen.

Konsum ist ein starker Hebel. Momentan ist unser Konsum jedoch v.a. für Umweltschäden und dramatische soziale Auswirkungen verantwortlich – es geht aber auch anders! Wie dieses “anders” aussehen kann, zeigen Initiativen wie der eco Showroom.

Der eco Showroom bietet Produkten rund um einen nachhaltigen Lebensstil eine Plattform, macht sie sichtbar und zeigt, was man eben alles mit Geld bewegen kann – indem man es für nachhaltige Produkte ausgibt, genauso wie es auf einer nachhaltigen Bank anzulegen. In beiden Fällen kann mit Geld viel bewirkt werden – als “Veränderungskatalysator”.

Übrigens: Die tollen Shirts sind vom Berliner Label Ken Panda ( Hier ein sehr schönes Video-Porträt über Ken Panda) extra für diese Aktion für uns entworfen worden (und haben im Team in Frankfurt gleich reißenden Absatz gefunden – also auch hiermit Danke an Ken Panda). 

Und last but not least: Natürlich an dieser Stelle nochmals ebenso vielen Dank an unsere Agentur, die wie immer schnell, kreativ und unkompliziert ein altes Bettlaken in ein “We love money-Demoplakat” umfunktioniert hat!