Mit ‘Team’ getaggte Artikel

Unsere Wurzeln – unsere Zukunft

Donnerstag, 02. Dezember 2010

Heute vor einem Jahr haben wir die Eröffnung der Deutschlandniederlassung gefeiert und hatten gerade 24 Stunden lang die Bank geöffnet! Ein Jahr, in dem wir mit einem Team von ca. 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern viel gestemmt haben, mit viel Herzblut und Engagement. Ich kann mich noch gut erinnern, wie unsere Website entstand, wie unsere Druckerei Lokay täglich weitere Materialien lieferte, wie unsere Räumlichkeiten ökologisch ausgebaut wurden und langsam ein Gesicht bekamen, bis schließlich endlich alle in ihre Büros ziehen konnten. Das war alles eine wahnsinnig spannende Zeit!

Vor einem Jahr habe ich dann während der Eröffnung spontan ein Interview mit Rudolf Mees gemacht, einem der Gründer der Triodos Bank.

Mich persönlich hat das wirklich bewegt – dieser  nach wie vor vorhandene Pioniergeist und die tiefe Überzeugung, etwas zu ändern, einen Beitrag zu einer besseren Welt zu leisten. Leider ist Rudolf Mees dieses Jahr verstorben.

Alexander Schwedeler hat in unserem Newsletter nun einen ganz persönlichen Nachruf auf Ihn geschrieben. Und doch: Nun ist es an den darauf folgenden Generationen, diesen Beitrag zu leisten – hoffentlich immer wieder mit dem Humor, der Leichtigkeit und dem Blick “auf das große Ganze”, wie es Rudolf Mees zu eigen war. Wir tun unser Bestes und hoffen, dass merkt man “da draußen” :-)

Über Quote, Topmanagerinnen und Männer in Elternzeit bei der Triodos Bank und anderswo

Donnerstag, 22. Juli 2010

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Letzten Montag hatten wir bei Triodos im Team-Meeting (wie wir das jeden Montag haben) das Thema Gender Diversity auf der Agenda. Frei übersetzt: Die Vielfältigkeit der spezifisch weiblichen und männlichen Fähigkeiten. In einer McKinsey-Studie zu diesem Thema heißt es: Firmen, bei denen in der Top-Management-Ebene gleichermaßen Frauen wie Männer präsent sind, erwirtschaften eine bis zu 53 Prozent höhere Eigenkapitalrendite als Firmen, bei denen überwiegend oder ausschließlich Männer im Top-Management zu finden sind.

Wie ist das bei der Triodos Bank insgesamt? Die gute Nachricht zuerst: die Verteilung von Frauen und Männern bei den fast 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aller fünf europäischen Filialen von Triodos ist annähernd 50/50, also ausgewogen. Dann die weniger gute Nachricht: im mittleren Management sind es nur noch 38 Prozent weibliche Mitarbeiter und im Top-Management gar nur noch acht Prozent.

Das muss also besser werden. Wir haben uns vorgenommen, die Anzahl von Frauen im Top- und im mittleren Management weiter zu erhöhen – auch weil das im Verständnis von Triodos zu einer Nachhaltigkeitsbank gehört. Quote oder nicht? Das wird bei uns gerade diskutiert. Auf jeden Fall gilt: Positionen sind immer mit dem dafür qualifizierten Menschen zu besetzen. Dabei aber ist verstärkt darauf zu achten, dass die Anzahl der Frauen in Führungspositionen zunimmt.

Die Führung der Triodos Bank in Deutschland stellen zur Zeit Georg Schürmann und ich. Das soll auch zunächst so bleiben, obwohl das hundert Prozent Männer bedeutet. Im mittleren Management jedoch beträgt bei uns die Frauenquote schon ein halbes Jahr nach der Eröffnung hier in Deutschland 75 Prozent. Im Zuge des geplanten Wachstums in den nächsten Jahren werden wir die Führung schrittweise erweitern und dann besonders darauf achten, dass Frauen diesen Schritt machen, die möchten und können.

Ich persönlich bin davon überzeugt, dass eine Ausgewogenheit zwischen Frauen und Männern notwendig ist, um zu besseren Entscheidungen zu kommen. Das kann man immer wieder am Verlauf von Diskussionen beobachten. Diese verlaufen einfach ideenreicher und vielfältiger, wenn Frauen und Männer gleichermaßen vertreten sind. Frauen gehen erfahrungsgemäß kooperativer vor, während Männer sich stärker wettbewerbsorientiert bewegen. Hier liegt ja auch einer der Gründe, warum immer noch viele Frauen zum Beispiel die Selbständigkeit bevorzugen, weil sie diese dem Konkurrenzkampf in einem mittleren oder größeren Unternehmen vorziehen.

Ganz zentral bei dem Thema Frauen in Führungspositionen ist ja auch das Thema flexible Arbeitszeiten: Bei der Triodos Bank haben wir schon relativ flexible Arbeitszeiten. Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten entweder nur vier Tage, oder sind meist Freitags im Home-Office. Da sind auch Führungskräfte des Mittleren- und Top-Managements dabei. In vielen Fällen lassen sich so Kindererziehung und Beruf besser vereinbaren. Bei längerer Unterbrechung der Arbeitszeit durch Schwangerschaft garantieren wir den Arbeitsplatz. Das ist wichtig für werdende Mütter. Dann wissen sie, dass sie nach einem Jahr wieder zurück an ihren Arbeitsplatz können. Bei der Triodos Bank in den Niederlanden ist es bereits sehr verbreitet, dass beide Elternteile mit Kindern jeweils nur vier Tage arbeiten und diese so durch die Woche verteilen, dass die Kinder insgesamt nur drei Tage in der Kinderbetreuung sind.

Eine ähnliche Unterbrechung für Väter, zum Beispiel für ein Jahr Kindererziehung, sollten wir ermöglichen und fördern. Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie schön es ist, als junger Vater einmal ganz allein die Verantwortung für die Kinder zu haben – und das über längere Zeit. Ich habe damals das Fernstudium gewählt, damit meine Frau ihr Medizinstudium absolvieren konnte. Während ihrer Prüfungszeit habe ich dann die Kinder – damals waren es noch zwei – zu hundert Prozent ein halbes Jahr lang betreut. Erst dann kommt man so richtig ins Vater-Sein rein und merkt auch mal, wie anstrengend das ist. Im Ergebnis habe ich damit eine richtig gute Beziehung zu meinen Kindern aufbauen können. Das hält dann das ganze Leben.

Das Thema Gender Diversity ist also ein weites Feld, auf dem viele Einflussfaktoren eine Rolle spielen. Was sind Ihrer Meinung nach die wichtigen Einflussfaktoren? Warum sind immer noch so wenig Frauen im mittleren, aber vor allem Top-Management? Wie denken Sie darüber, lieber Leser?

74 Tage Bank

Freitag, 12. Februar 2010

Team 2

Irgendwann hat jemand gefragt “sind wir eine Gruppe oder ein Team?”. Wann wird aus einer Ansammlung von Menschen ein Team? Ich glaube keiner hat es so richtig gemerkt als es passierte. Alle haben gekramt und gewerkelt, diskutiert und Lösungen gesucht, hatten Glücksgefühle, Befürchtungen und dann wieder Erfolgserlebnisse.

Es fühlt sich an, als wäre hier eine Truppe von Baumeistern am Werk gewesen, die mühsam Stein für Stein, Balken für Balken, Fenster, Türen an den richtigen Platz gesetzt hat.
Nun ist alles fertig und es ist immer noch etwas Besonderes nach all der Detailarbeit das Ergebnis jetzt als Ganzes zu sehen – etwas mehr als zwei Monate, nachdem wir an den Start gegangen sind.

Die Sehnsucht nach einer anderen Bank ist groß. Eine Bank, die partnerschaftlich mit Ihren Kunden umgeht und Mensch, Umwelt, Kultur und Soziales als wichtigste Werte anerkennt.
Das hören wir jeden Tag in der Kundenbetreuung, wenn wir im Dialog mit unseren neuen Kunden sind. Damit ist eine besondere Verantwortung verbunden.

 

Dass wir überhaupt in der Lage sind diese Verantwortung übernehmen, verdanken wir unserem ganzen Team. 

Ich frage mich “Wie hätte man es anders machen können?” - Und mir fällt nichts ein.

Aber wir stehen ja noch immer am Anfang und müssen den Rest erst mal so gut hin bekommen wie den Start.

Müde, erschöpft – aber glücklich

Freitag, 04. Dezember 2009

Die Eröffnungsfeier liegt hinter uns. Wir sind erschöpft, aber glücklich und hoffen, alle Gäste können sich den Personen anschließen, die uns heute oder gestern bereits die Rückmeldung gegeben haben, dass es eine ”besondere Atmosphäre” gewesen wäre. Vielen Dank in diesem Zusammenhang auch insbesondere für die vielen Anregungen von verschiedenen Seiten im Vorfeld der Veranstaltung. Danke auch an das tolle Organisationsteam um Rosa Erdmann von der Agentur H.O.R.S.T und Nico Ubenauf von Satis&fy. Wir schneiden gerade noch das Filmmaterial zum Event und stellen es dann bei Youtube ein. Übrigens: der grüne Teppich bei der Veranstaltung ist einer der ersten Konferenzteppiche, der vollständig recyclebar ist (Biokunststoff), er ist auf der Grundlage von Mais produziert worden. Das ist wohl ein absolutes Novum in der Veranstaltungsbranche, wo jedes Event allein mit den Teppichen jede Menge Sondermüll verursacht.

Alles echt

Mittwoch, 02. Dezember 2009

Unsere Moderatorin, Katja Dofel, meinte gerade, nachdem unser Film zu Ende war, es hätte “fast was von Hollywood”  und fügte gleich noch dazu, dass das Schöne daran wäre, dass es echt ist. Genau, das ist es – der Film zeigt, was uns motiviert und antreibt, warum wir für die Triodos Bank arbeiten. Ich hoffe, nein: WIR hoffen, die Zuschauer dieses Films empfinden das nicht als Hollywood, denn das sind wir. Einfach echte Menschen :-) , ziemlich persönlich.

Es spricht gerade Herr Emmerich von der Markus-Gemeinschaft Hauteroda. Das sind insgesamt 13 Betriebe, von einer Molkerei über eine Imkerei. Dort wird verarbeitet, was in der Region an landwirtschaftlichen Erträgen erwirtschaftet wird – mit einem Team, dem viele Behinderte angehören und dort in das Berufsleben integriert werden.” Social Farming” vor der eigenen Haustür.

Zum Start: Wir stellen uns vor, was uns antreibt und am Herzen liegt

Dienstag, 01. Dezember 2009

Liebe Leserinnen und Leser unseres Blog, heute haben wir eröffnet und schon heute früh hatten wir die ersten Kunden. Zur Eröffnung der Bank möchten wir uns Ihnen gerne vorstellen -  mit einem kleinen Film, der ein sehr persönlicher Blick unseres “Chronisten” hinter die Kulissen unserer Bank ist. In diesem kleinen Porträt geht es darum, wie wir ticken, was uns wichtig ist, was uns am Herzen liegt und – was uns antreibt. Das sind wir. Das Team der Triodos Bank Deutschland.