Mit ‘Nachhaltigkeitsbank’ getaggte Artikel

Mittwoch, 04. Januar 2012

Liebe (noch nicht)-Kundinnen, liebe (noch nicht)-Kunden, liebe WegbegleiterInnen und WeltbewegerInnen,

Mit Geld etwas zu bewegen – das ist es, was wir bei der Triodos Bank erreichen wollen. Und das können wir nur durch die Menschen, die sich entschließen, unsere Kundinnen und Kunden zu werden. Kurz: Ganz einfach Menschen – wie wir selbst – die auch mit Ihrem Bankkonto einen Unterschied machen möchten,  um einen positiven Wandel zu ermöglichen.

2011 war ein Jahr mit viel Umbruch und Aufbruch:  Wir mussten furchtbares Leid in Fukushima sehen, das viele so tief bewegt hat, dass Ökostromanbieter eine wahre Flut an Neukunden erlebt haben.
Wir hatten viele Jahrzehnte für den Ausstieg aus der Atomenergie demonstriert – nun wurde dieser nicht nur durch erneuten friedlichen Protest endlich durchgesetzt, sondern der Ausstieg wurde auch gewählt. Und dabei wollen es viele Menschen nicht belassen.
Wir erleben weltweite Demonstrationen gegen das bestehende Finanzsystem. Man hat das Gefühl „Nach der Krise ist vor der Krise“ – oder war es umgekehrt?

Und doch: Wohin man sieht geht etwas zu Ende, aber zugleich entsteht viel Neues:
Regionen erfinden funktionierende Regionalwährungen, Menschen schließen sich in Öko-Landbau Kooperativen zusammen, neue Formen der Nachbarschaftshilfe entstehen, Elterngemeinschaften gründen Schulen und so viel mehr, das Mut macht.
Mut der uns darin bestärkt,  dass wir alle, jede und jeder einzelne von uns, gemeinsam „das Gesicht der Welt verändern können.“

Lassen Sie uns auch dieses Jahr gemeinsam viel bewegen! Es ist an uns allen, endlich zu handeln.
Die Zeit dafür ist jetzt!

Alles Gute für ein bewegtes und bewegendes Jahr 2012!

Anna Handschuh, für das ganze Team der Triodos Bank

Gemeinsam was bewegen fängt bei uns an. Wie – das verraten wir hier!

Mittwoch, 15. Dezember 2010

Liebe Kundinnen und liebe Kunden, liebe Menschen, die uns nahe stehen, die uns begleiten, begleitet haben und noch begleiten werden,

heute möchten wir einmal Danke sagen – wir, das sind alle Kolleginnen und Kollegen hier in Frankfurt in der Triodos Bank. (Das Foto ist übrigens während eines Teamtreffens vor einigen Tagen entstanden.)

Nun sind wir in Deutschland schon ein Jahr und einige Tage alt und Weihnachten steht vor der Tür. Vor uns liegt 2011. Letztes Jahr sind viele neue Kolleginnen und Kollegen zu uns gestoßen – z.B. Marion Buley, die zusammen mit Bettina Atwood nicht müde wird, spannende neue Projekte und Unternehmen aus dem Bereich Öko-Landbau für uns zu gewinnen. Oder Maren Weber, die seit kurzem engagiert das Marketing verstärkt, genauso wie Thomas Horvath, der uns nun bei der Finanzierung erneuerbarer Energien-Projekte tatkräftig unterstützt.

Dabei sind wir ein kleines Team in Deutschland mit ca. 30 Mitarbeitern, die ganz schön viel gemeinsam mit unseren Kunden und Partnern 2010 bewegt haben.

Einige von Ihnen haben nun in den letzten Tagen unsere Weihnachtspost bekommen – aber irgendwie war uns das nicht genug: Eine Karte entwerfen, sie unterschreiben und dann ab in den Umschlag. Wir wollten Ihnen auch etwas Persönliches von uns übermitteln – also haben Maren Weber und ich einmal unsere Kolleginnen und Kollegen gebeten, uns zu sagen, was jeder Einzelne von ihnen nächstes Jahr eigentlich bewegen möchte. Sie sehen also, wir meinen das ganz ernst, wenn wir sagen: “Lassen Sie uns etwas gemeinsam bewegen”. Und was das für uns als Menschen bedeutet, lesen Sie hier:

Ich will mich bewegen – Mich! (vergangenes Jahr bin ich wenig zum Sport gekommen….)

Ich möchte mich & unsere Bank & unsere Gesellschaft bewegen. Und zwar in Richtung Nachhaltigkeit, in Richtung ZUKUNFT.

Ich möchte bewegen – etwas Positives für die Menschen, die mir am Herzen liegen, und für mich.

Persönlich: mehr Zeit mit Freunden verbringen. Und beruflich: mehr für die Triodos Mitarbeiter tun.

Ich möchte ein Projekt zur betriebswirtschaftlichen Effizienz in der Landwirtschaft starten.

Ich möchte im nächsten Jahr noch mehr Menschen überzeugen, ihre Bankgeschäfte nachhaltig zu tätigen, und ich möchte versuchen, Unternehmer bei ihren nachhaltigen Projekten zu unterstützen.

Jedem Teammitglied möchte ich auch 2011 bei ihrer oder seiner beruflichen und persönlichen Weiterentwicklung behilflich sein.

Mehr Achtsamkeit beim täglichen Energieverbrauch.

Bewusst mehr Zeit nehmen für das “Wesentliche” im Leben = “Quality time” mit Familie und engem Freundeskreis.

Klimaschutzprojekte unterstützen und den Bekanntenkreis zeitgleich dafür animieren…

Last but not least: mehr radeln, weniger Autofahrten!

2011 will ich meine Masterarbeit im Studiengang Social Banking abgeben. Hier werde ich das Thema “Nachhaltigkeit und Bankgeschäft – ein Widerspruch?” am Beispiel der Triodos Bank Deutschland beleuchten.

Ich will ein Produkt entwickeln, das es in der Landschaft der nachhaltigen Banken noch nicht gibt.

Ich wünsche mir für das nächste Jahr, dass sich nicht das Klima weiter erwärmt, sondern unsere Herzen. Wir erfüllt sind von Freude und dem Wahrnehmen für all das Schöne, was uns umgibt. Ich wünsche mir, dass wir das, was uns unsere Erde in Hülle und Fülle schenkt, als etwas Besonderes wertschätzen und nicht als Selbstverständlichkeit ansehen. In diesem Sinne ist mein Plan weiter mit meiner Arbeit dazu beizutragen, dass wir ein Vorreiter und ein positives Beispiel sind und andere mit unserem Spirit in diese positive Richtung mitziehen.

Ich möchte eine Familie gründen.

Ich möchte durch das Pflanzen von verschiedenartigen Bäumen und Sträuchern in meinem Wald die Vielfalt schaffen, die die Natur braucht, um die kommenden klimatischen Veränderungen bewältigen zu können.

Ich möchte in 2011 mehr Achtsamkeit üben.

Ich stelle mir eher die Frage: Was will ich 2011 nicht bewegen, weil es nicht relevant ist, weil ich meine Energie lieber für etwas wirklich Wichtiges einsetzen will? Um zu wissen, was unwichtig und wichtig ist, muss ich aber Zeit zum Nachdenken haben – und was zeigt uns das: Am Ende geht es immer um Entschleunigung.

Wir wünschen nun allen entspannende, geruhsame Weihnachtstage und ein gesundes neues Jahr!

P.S. Und auch unser Blog macht ab sofort Ferien  – bis zur ersten Januarwoche, um genau zu sein.

We love money! Die Triodos Bank und der eco Showroom

Montag, 06. Dezember 2010

We love money! So hieß unsere Aktion zur Eröffnung des eco Showroom.

Was soll das denn heißen? Klar, typisch Bank. Die Antwort aber ist: Für uns ist Geld ist ein Mittel der Veränderung. Kein Selbstzweck. Kurz: We love money - um damit etwas Positives für Mensch und Umwelt zu bewegen.

Konsum ist ein starker Hebel. Momentan ist unser Konsum jedoch v.a. für Umweltschäden und dramatische soziale Auswirkungen verantwortlich – es geht aber auch anders! Wie dieses “anders” aussehen kann, zeigen Initiativen wie der eco Showroom.

Der eco Showroom bietet Produkten rund um einen nachhaltigen Lebensstil eine Plattform, macht sie sichtbar und zeigt, was man eben alles mit Geld bewegen kann – indem man es für nachhaltige Produkte ausgibt, genauso wie es auf einer nachhaltigen Bank anzulegen. In beiden Fällen kann mit Geld viel bewirkt werden – als “Veränderungskatalysator”.

Übrigens: Die tollen Shirts sind vom Berliner Label Ken Panda ( Hier ein sehr schönes Video-Porträt über Ken Panda) extra für diese Aktion für uns entworfen worden (und haben im Team in Frankfurt gleich reißenden Absatz gefunden – also auch hiermit Danke an Ken Panda). 

Und last but not least: Natürlich an dieser Stelle nochmals ebenso vielen Dank an unsere Agentur, die wie immer schnell, kreativ und unkompliziert ein altes Bettlaken in ein “We love money-Demoplakat” umfunktioniert hat!

Unsere Wurzeln – unsere Zukunft

Donnerstag, 02. Dezember 2010

Heute vor einem Jahr haben wir die Eröffnung der Deutschlandniederlassung gefeiert und hatten gerade 24 Stunden lang die Bank geöffnet! Ein Jahr, in dem wir mit einem Team von ca. 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern viel gestemmt haben, mit viel Herzblut und Engagement. Ich kann mich noch gut erinnern, wie unsere Website entstand, wie unsere Druckerei Lokay täglich weitere Materialien lieferte, wie unsere Räumlichkeiten ökologisch ausgebaut wurden und langsam ein Gesicht bekamen, bis schließlich endlich alle in ihre Büros ziehen konnten. Das war alles eine wahnsinnig spannende Zeit!

Vor einem Jahr habe ich dann während der Eröffnung spontan ein Interview mit Rudolf Mees gemacht, einem der Gründer der Triodos Bank.

Mich persönlich hat das wirklich bewegt – dieser  nach wie vor vorhandene Pioniergeist und die tiefe Überzeugung, etwas zu ändern, einen Beitrag zu einer besseren Welt zu leisten. Leider ist Rudolf Mees dieses Jahr verstorben.

Alexander Schwedeler hat in unserem Newsletter nun einen ganz persönlichen Nachruf auf Ihn geschrieben. Und doch: Nun ist es an den darauf folgenden Generationen, diesen Beitrag zu leisten – hoffentlich immer wieder mit dem Humor, der Leichtigkeit und dem Blick “auf das große Ganze”, wie es Rudolf Mees zu eigen war. Wir tun unser Bestes und hoffen, dass merkt man “da draußen” :-)

Über Quote, Topmanagerinnen und Männer in Elternzeit bei der Triodos Bank und anderswo

Donnerstag, 22. Juli 2010

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Letzten Montag hatten wir bei Triodos im Team-Meeting (wie wir das jeden Montag haben) das Thema Gender Diversity auf der Agenda. Frei übersetzt: Die Vielfältigkeit der spezifisch weiblichen und männlichen Fähigkeiten. In einer McKinsey-Studie zu diesem Thema heißt es: Firmen, bei denen in der Top-Management-Ebene gleichermaßen Frauen wie Männer präsent sind, erwirtschaften eine bis zu 53 Prozent höhere Eigenkapitalrendite als Firmen, bei denen überwiegend oder ausschließlich Männer im Top-Management zu finden sind.

Wie ist das bei der Triodos Bank insgesamt? Die gute Nachricht zuerst: die Verteilung von Frauen und Männern bei den fast 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aller fünf europäischen Filialen von Triodos ist annähernd 50/50, also ausgewogen. Dann die weniger gute Nachricht: im mittleren Management sind es nur noch 38 Prozent weibliche Mitarbeiter und im Top-Management gar nur noch acht Prozent.

Das muss also besser werden. Wir haben uns vorgenommen, die Anzahl von Frauen im Top- und im mittleren Management weiter zu erhöhen – auch weil das im Verständnis von Triodos zu einer Nachhaltigkeitsbank gehört. Quote oder nicht? Das wird bei uns gerade diskutiert. Auf jeden Fall gilt: Positionen sind immer mit dem dafür qualifizierten Menschen zu besetzen. Dabei aber ist verstärkt darauf zu achten, dass die Anzahl der Frauen in Führungspositionen zunimmt.

Die Führung der Triodos Bank in Deutschland stellen zur Zeit Georg Schürmann und ich. Das soll auch zunächst so bleiben, obwohl das hundert Prozent Männer bedeutet. Im mittleren Management jedoch beträgt bei uns die Frauenquote schon ein halbes Jahr nach der Eröffnung hier in Deutschland 75 Prozent. Im Zuge des geplanten Wachstums in den nächsten Jahren werden wir die Führung schrittweise erweitern und dann besonders darauf achten, dass Frauen diesen Schritt machen, die möchten und können.

Ich persönlich bin davon überzeugt, dass eine Ausgewogenheit zwischen Frauen und Männern notwendig ist, um zu besseren Entscheidungen zu kommen. Das kann man immer wieder am Verlauf von Diskussionen beobachten. Diese verlaufen einfach ideenreicher und vielfältiger, wenn Frauen und Männer gleichermaßen vertreten sind. Frauen gehen erfahrungsgemäß kooperativer vor, während Männer sich stärker wettbewerbsorientiert bewegen. Hier liegt ja auch einer der Gründe, warum immer noch viele Frauen zum Beispiel die Selbständigkeit bevorzugen, weil sie diese dem Konkurrenzkampf in einem mittleren oder größeren Unternehmen vorziehen.

Ganz zentral bei dem Thema Frauen in Führungspositionen ist ja auch das Thema flexible Arbeitszeiten: Bei der Triodos Bank haben wir schon relativ flexible Arbeitszeiten. Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten entweder nur vier Tage, oder sind meist Freitags im Home-Office. Da sind auch Führungskräfte des Mittleren- und Top-Managements dabei. In vielen Fällen lassen sich so Kindererziehung und Beruf besser vereinbaren. Bei längerer Unterbrechung der Arbeitszeit durch Schwangerschaft garantieren wir den Arbeitsplatz. Das ist wichtig für werdende Mütter. Dann wissen sie, dass sie nach einem Jahr wieder zurück an ihren Arbeitsplatz können. Bei der Triodos Bank in den Niederlanden ist es bereits sehr verbreitet, dass beide Elternteile mit Kindern jeweils nur vier Tage arbeiten und diese so durch die Woche verteilen, dass die Kinder insgesamt nur drei Tage in der Kinderbetreuung sind.

Eine ähnliche Unterbrechung für Väter, zum Beispiel für ein Jahr Kindererziehung, sollten wir ermöglichen und fördern. Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie schön es ist, als junger Vater einmal ganz allein die Verantwortung für die Kinder zu haben – und das über längere Zeit. Ich habe damals das Fernstudium gewählt, damit meine Frau ihr Medizinstudium absolvieren konnte. Während ihrer Prüfungszeit habe ich dann die Kinder – damals waren es noch zwei – zu hundert Prozent ein halbes Jahr lang betreut. Erst dann kommt man so richtig ins Vater-Sein rein und merkt auch mal, wie anstrengend das ist. Im Ergebnis habe ich damit eine richtig gute Beziehung zu meinen Kindern aufbauen können. Das hält dann das ganze Leben.

Das Thema Gender Diversity ist also ein weites Feld, auf dem viele Einflussfaktoren eine Rolle spielen. Was sind Ihrer Meinung nach die wichtigen Einflussfaktoren? Warum sind immer noch so wenig Frauen im mittleren, aber vor allem Top-Management? Wie denken Sie darüber, lieber Leser?