Mit ‘Grass routes’ getaggte Artikel

Die Frage der Woche: Warum sehen viele Menschen bei neuen Ideen eher das Risiko als die Chance?

Dienstag, 23. Februar 2010

Gestern war für uns der Unternehmer Ralf Lippold in Dresden als 95Fragen-Gastreporter unterwegs (hier geht es zu seinem Blog). Die beliebteste Frage auf 95fragen.de war dieses Mal: “Warum sehen viele Menschen bei neuen Ideen eher das Risiko als die Chance?”  Die Antworten auf 95fragen.de? Ganz unterschiedlich. Hier einmal ein paar Auszüge von der Gesprächsplattform:

25.11. Alex, Texter Wiesbaden: Auch interessant: Manche Etymologen vertreten die These, dass “Risiko” vom arabischen رزق (rizq) stammt – das tägliche Brot, der von Gott gegebene Lebensunterhalt. Auch deshalb hängen wir wohl so am “Risiko”

28.11. Ulla Keienburg, Heimathafen Hamburg: “Glück muss man können!” Sie müssten sich entscheiden und sich dann bewegen – beides braucht Mut und Kraft. Ihre Energie investieren sie aber lieber in die Bestandssicherung. Zudem sind ihre Beurteilungskriterien eher “wahr” und “falsch” als “mehr oder weniger nützlich”!

30.11. Immo Lünzer, Avantgardist & PublizistDarmstadt: Ist das überhaupt so? Ich denke, dass oft mehr die Chancen gesehen werden als das Risiko, z. B. bei der Atom- oder Gentechnik.

04.12. Nicola: …in Deutschland. Das ist zum Teil Erziehung/ Kultur!! In anderen Ländern ist das ein wneig anders :o )

13.12. Silke, Studentin Berlin: Weil Chancen in der Zukunftbegründet liegen und Risiken in der Vergangenheit. Das eine hat eher mit Hoffnung und Vertrauen, das andere mit Wissen und Enttäuschung zu tun..

15.12. Anonym: Weil die Angst des Menschen vor dem Verlust stets größer ist als seine Hoffnung auf Gewinn. Ganz wie im Gleichnis von dem Spatzen in der Hand…

17.12. Michael Werner, Berater Hamburg: Weil die Offenheit für die Zukunft nicht vom Himmel fällt.

19.12. K. Herrmann, Operator, Sachbearbeiter Erfurt: Weil jeder Mensch das Ungewisse scheut

19.12. FJL, Bio-Gemüsegärtner, Stadtlohn: Weil die meisten von uns negativ erzogen werden (tu dies nicht, das kannst du noch nicht usw.) und weil zusätzlich Glücklichsein und das Ergreifen von Chancen erlernt werden müssen. Das gibt das Elternhaus oftmals nicht, die Schule gar nicht her.

95 Fragen goes Schanzenviertel

Dienstag, 16. Februar 2010

Ich kann nur sagen: Chapeau! Gestern war für uns Michaelis Pantelouris – ein von mir sehr geschätzter Journalist, Autor, kreativer Blattmacher (hier gehts lang für alle, die sich für seine Medienproduktion interessieren: Chesley) und Blogger (sein Blog: “print würgt“)  – als Gastreporter im Hamburger Schanzenviertel on tour. Michalis kenne ich noch aus Zeiten des grünen Lifestyle-Magazins IVY.

Die Frage der Woche: “Worüber würden Sie berichten, wenn Sie Zeit in einer Nachrichtensendung bekämen?”. Wir finden: Das passt klasse – eine solche Frage durch einen Journalisten stellen zu lassen.

Die “Fragestellerin” Ina aus Berlin ist übrigens von der Initiative “www.nischenthema.de”- ein sehr spannender Ansatz! Später einmal mehr darüber.

Jetzt seht selbst, was Michalis im Schanzenviertel zusammen mit unserem Filmemacher Helge Thomas für spannende Antworten erhielt. Was ich dabei wieder gelernt habe: Fragt die Leute – ihr erhaltet die relevanten Antworten unserer Zeit. Wir machen weiter, macht mit auf www.95fragen.de! Nächste Woche sind wir in Dresden on air.

Über Carrotmobs und wie wir alle jeden Tag viel bewegen können!

Dienstag, 09. Februar 2010

Und es stimmt doch, da bin ich mir ganz sicher: Wenn viele kleine Leute an vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun, dann können Sie das Gesicht der Welt verändern.
Die Bewegung der Carrotmobs ist genau eine solche Bewegung, die uns bewusst macht, welche Veränderungskraft Geldströme haben. Was wir also schon allein mit unserem Geldbeutel beeinflussen können und auch mit dem Geld, dass wir nicht ausgeben, das also auf der Bank liegt.
Mein Thema bei uns ist Marketing und da merke ich oft, dass viele, die schon Bio essen und Öko-Strom haben, sich noch nie Gedanken darüber gemacht haben, was eigentlich Ihr Geld auf der Bank den lieben langen Tag so macht. Es liegt da ja nicht rum und wartet darauf, wieder von uns abgeholt zu werden. Sondern:  Wir lassen es arbeiten, für was, das entscheidet die jeweilige Bank. Und wir entscheiden uns für oder gegen die Bank. Strategischer Konsum schließt also unser Bankkonto mit ein und wir haben damit gerade beim Klimaschutz eine enorme Hebelwirkung – zum Beispiel bei der CO2-Reduktion, wenn eine Bank nur Erneuerbare Energien finanziert.

Ich bin immer wieder erstaunt, wie wenig wir darüber nachdenken. Warum hinterfragen wir nicht mehr? Was heißt nachhaltig für ein Unternehmen? Was macht ein Unternehmen konkret?
So betrachtet können wir also alle jeden Tag ganz viel Carrotmob machen – dazu dieser klasse Video der Carrotmob-Bewegung “How organized consumer purchasing can change business!”

Und für alle die glauben, das gibts hier nicht: Dank Christoph Harrach und Noel Klein-Reesink von Karmakonsum und einem engagierten Organisationsteam wurde der Bio-Laden von Achim Andersch im Frankfurter Nordend Carrotmob-Deutschlandmeister! Ich war da und das Video zeigt, dass wir alle unser Bestes gaben.