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Neulich bei Aarstiderne in Dänemark..

Sonntag, 18. April 2010

Imarken.ashxKürzlich war ich wieder in Dänemark bei der Bio-Firma Aarstiderne. Das heißt übersetzt “Jahreszeiten”. Bei Aarstiderne dreht sich alles ums Bio-Essen, mit viel Spass dabei. Bei unserem Treffen ging es um das Thema Vision und Strategie bis 2020.

Triodos hatte Aarstiderne in 2001 Wachstumskapital zur Verfügung gestellt. Das war in der Zeit, als ich in den Niederlanden bei Triodos  als Fund Manager für Beteiligungskapital gearbeitet habe. Seitdem begleite ich die Firma als Mitglied des Aufsichtsrat und lerne jedes Mal viel über Anbau, Lieferung, Logistik, Kundenwünsche – und Bedürfnisse und natürlich die ganze Organisation drum herum.

LandmandsBlog.ashxAarstiderne liefert heute wöchentlich an mehr als 30.000 Kunden die sogenannte Abo-Kiste – direkt vom Acker vor die Haustüre. Neu dabei sind jetzt auch Stockholm und Hamburg. Bestellt wird per Internet. Der Spass beginnt beim Kochen und Zubereiten. Es gibt zum Beispiel eine meal-box. Sie enthält sämtliche Zutaten, die für das Gericht notwendig sind, mit Gewürzen und Rezept dabei. Oder die Aarstiderne eigene Website Madbio Hier zeigen Kunden und Mitarbeiter, wie man am besten Spargel schält oder Gemüse schneidet. Geleitet wird das Ganze von Annette Hartvig Larsen (siehe links im Bild) und ihrem Team. Insgesamt arbeiten dort 120 Menschen.

Aarstiderne betreibt auch eine eigene biodynamic farm, damit so viel Lebensmittel wie möglich regional produziert werden. Es werden aber auch viele Früchte und andere Produkte weltweit eingekauft. Dabei gilt eine strenge sog. “no-flight-policy” – d.h. nichts wird per Flieger eingeflogen. Dabei kauft Aarstiderne auch in Spanien ein, wo wir ja auch eine Niederlassung der Bank haben.

P1000168Auf dem Photo nebenan sieht man Thomas Harttung, einen der zwei Gründer, zusammen mit mir. Der andere Gründer ist übrigens Koch, so eine Art dänischer Jamie Oliver. Für mich ist die Teilnahme an diesen Sitzungen immer eine grosse Herausforderung und Freude: das Innovationstempo der “Aarstiderner” ist hoch, da muss man mitkommen, will man die Fragestellungen verstehen und beurteilen können. Dabei hilft mir aber mein landwirtschaftlicher Hintergrund. Ich bin auf einem Hof aufgewachsen und habe dort in der Landwirtschaft über viele Jahre Ferienarbeit geleistet. Natürlich hilft auch, dass ich inzwischen viele Firmen von Innen gesehen habe, mit all ihren Fragestellungen und Entwicklungen.

Annette Hartvig Larsen betreibt übrigens ihren eigenen Landwirtschaftsblog mit vielen Photos. Da bekommt man einen guten Eindruck von der Arbeit auf dem Land.