Archiv für die Kategorie ‘Veranstaltung’

Spielend Bank erleben

Donnerstag, 19. Januar 2012

Am 5. Januar 2012 war es soweit: Wir veranstalteten den ersten Triodos Kids Day. Eingeladen waren die Kinder unserer Mitarbeiter, die in Begleitung ihrer Eltern auch zahlreich erschienen. Organisiert wurde die Veranstaltung von Marion Buley, Relationship Managerin im Bereich ökologische Landwirtschaft bei der Triodos Bank. „Ziel ist es, unseren Kunden von morgen nachhaltiges Banking nahe zu bringen“, so die Relationship Managerin.

Morgens um 10 Uhr ging es los: Die Kinder machten es sich in unserem sogenannten White Room – dem Kreativ- und Ruheraum der Bank – bequem und erprobten in einem kleinen Rollenspiel die Aufgaben von Banken im Allgemeinen und die Besonderheiten einer Nachhaltigkeitsbank. Im Anschluss besuchten sie die einzelnen Abteilungen, wo verschiedene Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz vorstellten. Natürlich blieb auch genug Raum für Spaß und Spiel. Schnell hatten die Kinder unsere Räumlichkeiten erobert, tollten herum und beobachteten aus den Büros fasziniert die Züge am Frankfurter Hauptbahnhof. Als sich alle ausgetobt hatten, stand eine kleine Quizrunde zur Triodos Bank auf dem Programm. Gefragt wurde beispielsweise, was glückliche Kühe mit nachhaltigem Banking zu tun haben oder auch, aus welchen Quellen erneuerbare Energie gewonnen wird. Selbstverständlich gab es dabei keine Verlierer, aber viele schöne Preise.

Schnell war es Mittag und Zeit, sich mit Pizza ausgiebig zu stärken. Denn zum Abschluss machten sich die älteren Kinder auf den Weg zur Tutanchamun-Ausstellung, die zeitgleich in Frankfurt stattfand.
“Den Kindern machte der Tag riesigen Spaß und sie möchten uns unbedingt so schnell wie möglich wieder besuchen. Nicht zuletzt wegen der tollen Spielmöglichkeiten und der leckeren Pizza“, so das Resümee Marion Buley nach einem besonderen Tag.

1. Global Forum am MIT-Presencing Institute, Boston, 24.-25. Oktober 2011

Freitag, 04. November 2011

Bei klarem, hellem Herbstwetter trafen sich ca. 270 Menschen in Boston zum 1. Global Forum des Presencing Institute am Massachusetts Institut of Technology (MIT).  Daneben waren über 300 weitere Menschen via live stream aus aller Welt zugeschaltet. Worum ging es? Um die Stärkung der gegenseitigen globalen Wahrnehmung und Achtsamkeit und was dies für Veränderungen bewirken kann hinsichtlich der großen Krisen unserer Zeit.

Das Presencing Institute hat inzwischen mehr als 5500 Mitglieder in über 100 Ländern. Es steht für soziale Innovationen und Zusammenarbeit in den Feldern Wirtschaft, Soziales, Politik, Kultur, Forschung und Wissenschaft.

Otto Scharmer, der Leiter des Presencing Institute, präsentierte in seiner Einleitung zu der Veranstaltung drei Zahlen, mit deren Hilfe er auf die heute drängenden Probleme in der Welt aufmerksam machte.

  • Die Zahl „1,5“ steht für unseren ökologischen Fußabdruck, unseren Ressourcenverbrauch, der 1,5 Mal höher ist als die tatsächlich vorhandenen Ressourcen auf der Erde.
  • Die zweite Zahl ist „2,5 Milliarden“. So viele Menschen auf dieser Welt leben heute unter der Armutsgrenze.
  • Die dritte Zahl, die Otto Scharmer nannte, war die „3“. Weltweit nehmen 3 Mal so viele Menschen sich selbst das Leben wie Menschen andere, zum Beispiel in Kriegen oder durch Kriminalität, töten. Dazu kommen 15-20 Selbstmordversuche auf einen Selbstmord.

Diese drei Zahlen machen deutlich, dass wir uns eine Welt geschaffen haben und weiterhin schaffen, die wir nicht wollen.

Auf der anderen Seite gibt es außerordentlich ermutigende Entwicklungen. Otto Scharmer nannte hier ebenfalls drei.

  • Zuerst die weltweiten Aktivitäten der Zivilgesellschaft: den Arabischen Frühling, 99%, Occupy und viele andere. Der Ökologe, Unternehmer, Journalist und Schriftsteller Paul Hawken umschreibt diese in seinem wunderbaren Buch „Blessed Unrest“ (dt: “Wir sind der Wandel”) mit dem Satz “Wie die größte soziale Bewegung in der Menschheitsgeschichte der Welt heute zu neuer Anmut, Gerechtigkeit und Schönheit verhilft”.
  • Als zweites nannte Otto Scharmer die überall neu entstehenden innovativen Unternehmen und Projekte, die Lösungen für die Herausforderungen unserer Zeit liefern. Auf dem Global Forum wurden davon sieben ausgewählte Projekte und Unternehmen beispielhaft vorgestellt. U.a. durfte ich die Triodos Bank vorstellen. Andere Unternehmen und Projekte, die vorgestellt wurden, waren u.a. die Naturkosmetikfirma Natura aus Brasilien und die Stadtentwicklung in dem New Yorker-Stadtteil Bronx. Otto Scharmer zitierte in diesem Kontext den Sozialwissenschaftler Kurt Lewin: „Wir verstehen ein System erst dann, wenn wir es ändern.“
  • Und als dritten hoffnungspendenden Aspekt nannte Otto Scharmer die großen Weisheitslehren der Welt. Stellvertretend nannte er Buddha, Konfuzius und Rudolf Steiner.

Während der zwei Tage des Global Forum wurde viel gearbeitet: im Forum, an Fünfertischen, zu zweit, und in Arbeitsgruppen. So entstanden viele Ideen und Inspirationen. Denn das ist auch das Ziel des Global Forum: Es ist der Versuch, die vielen weltweit bestehenden und neuen Innovationen und Initiativen zusammenzubringen. „Connecting the dots“ – die Punkte miteinander verbinden – ist das Ziel.

Sehr treffend hat dies für mich wiederum Paul Hawken  zusammengefasst in seinem Buch „Wir sind der Wandel“:
Wenn wir davon ausgehen, dass die Menschheit ein einziger Organismus ist, können wir uns eine kollektive Bewegung vorstellen, die diesen Organismus schützt und in die Lage versetzt, mit Bedrohungen fertig zu werden. Diese Fähigkeit zur Reaktion würde wie ein Immunsystem funktionieren, das unabhängig vom Willen des Einzelnen agiert. Die gemeinsame Aktivität von Hunderttausenden gemeinnütziger Organisationen [Anmerkung: ich würde hier auch Unternehmen und allgemein jeden Menschen ergänzen] kann als das Immunsystem der Menschheit betrachtet werden, das uns vor schädlichen Einflüssen wie Korruption, wirtschaftlicher Fehlentwicklung und ökologischem Zerfall schützt.

Ethische Investments – es geht voran, aber noch keine kraftvolle Bewegung

Mittwoch, 21. September 2011

Auf der Fachtagung zum Thema „Ethisches Investment“ von „Brot für die Welt“ und der Evangelischen Akademie wurde ich eingeladen, Einblicke in die praktische Arbeit in diesem Bereich zu geben.

Die Teilnehmer kamen überwiegend aus kirchlichen Institutionen – wie z.B. Kirchenbanken. Auch Stiftungen und andere interessierte Privatpersonen waren vertreten. Die Triodos Bank war der einzige Vertreter aus dem Kreis der Nachhaltigkeitsbanken.

Auf der einen Seite war ersichtlich, dass sich immer mehr Menschen, denen Werte wichtig sind, mit nachhaltigem Investment befassen. Wie eine Studie der Investmentgesellschaft der Genossenschaftsbanken, Union-Investment, bestätigt, ist gerade bei dem dargestellten Teilnehmerkreis – Kirchen und Stiftungen – das Thema angekommen.

Auf der anderen Seite habe ich gespürt, mit welchen Widerständen diese Institutionen noch kämpfen. Nachhaltigkeit darf eben nicht weniger Rendite erzielen. Leider ist dieses Vorurteil noch immer nicht ausgestorben, obwohl viele wissenschaftliche Arbeiten nachgewiesen haben, dass die nachhaltige Geldanlage langfristig die gleiche finanzielle Rendite wie konventionelle Anlagen bringen. Auch scheint es ein Problem, dass durch die Einschränkung der Aktien und Anleihen, in die man investiert, ein Vergleich mit Indizes wie dem DAX schwerer fällt. Dies führt für die Institutionen, die investieren, zu Rechtfertigungsdruck gegenüber Kontrollgremien und anderen Stakeholdern. Nachhaltiges Investment ist noch keine Selbstverständlichkeit.

Außerdem fiel mir auf, dass die kleinen bestehenden Unterschiede in den Kriterien von Kirchenbanken und Nachhaltigkeitsbanken mehr diskutiert werden, als dass die Gemeinsamkeiten herausgearbeitet werden. Die Ausschlusskriterien sind nun mal nicht bei allen überzeugten Teilnehmern identisch. Katholische Kirchenbanken schließen öfters Alkohol nicht aus, da es eben auch heute noch Klosterbrauereien gibt. Die große Übereinstimmung bei den angewendeten Ausschlusskriterien hat mich aber beeindruckt. Die Kriterien der Triodos Bank entsprechen in den meisten Punkten denen von Kirchenbanken. Aus meiner Sicht besteht hier ein Potential mit Betonung des Gemeinsamen auch eine gemeinsame Bewegung zu entfachen. Ein gutes Beispiel sind die “Entwicklungspolitischen Kriterien” von “Brot für die Welt”.

Ich hoffe, dass mit den entstandenen Kontakten auf der Fachtagung dieses Gemeinsame weiterentwickelt werden kann. Die Triodos Bank ist Mitbegründer der „Global Allicane for Banking on Values“. Auf der Konferenz war zu spüren wie groß die Basis des „Banking on Values“ in Deutschland ist. Wir wollen sie zum Leben bringen.

Über Banken, das Social Web und echte Gespräche…

Freitag, 09. September 2011

An die 100 Banker und Bankdienstleister waren am Mittwoch zur „Bankinglounge“ in der „Finanzmetropole“ Frankfurt versammelt, um mehr darüber zu erfahren, wie eigentlich Bank und Social Media zusammen gehen sollen.
Dabei war die vorherrschende Anzugfarbe schwarz und die Atmosphäre lockerte – passend zum Thema – schnell auf. Dabei wurde das Thema von „den üblichen Verdächtigen“ diskutiert: einem Juristen, einem IT-Berater aus dem Finanzbereich, dem Leiter Online-Marketing der DZ-Bank und uns vertrat Anna Handschuh als Marketing Managerin.
Worauf eine Bank im Social Web aus rechtlicher Sicht besonders achten sollte war genauso Thema wie Portale, auf denen Finanzberater verglichen werden oder auf denen Unternehmen sich direkt bei Usern um eine Finanzierung bewerben können. Ein Beispiel: In Neuseeland bietet eine Bank ihren Kunden Finanzberatung im Online-Chat an.

Schnell kam eine Diskussion in Fahrt und so lernte (mindestens) ein Bankmitarbeiter, dass sein Arbeitgeber für seine privat geäußerten fachlichen Kommentare auf einem Bankingblog haftbar gemacht werden kann, sofern er als Bankmitarbeiter erkennbar ist.

Insgesamt spürte ich, dass eine gewisse Unsicherheit in der Luft lag, wie sich Banken im Social Web verhalten sollen. Man hatte den Eindruck, dass eigentlich viele gerne mehr im „Social Web“ tun würden.
Dabei wurden uns viele Fragen gestellt – zum Einen: Wie unser Geschäftsmodell funktioniert und zum Anderen: Wie wir uns im Social Web verhalten und warum wir dort vertreten sind. Wir vertraten die Ansicht, dass das „Innen“ viel mit dem „Außen“ zu tun hat. Kurz: Social Media bietet aus unserer Erfahrung eine große Chance zum Kundendialog und als Konsequenz hieraus auch eine Chance zur Veränderung der Unternehmenskultur.
Insgesamt war es eine lebendige Diskussion rund um das Thema. Ich denke, wir konnten mit unserem Erfahrungsbericht dazu beitragen, soziale Medien als das zu verstehen, was sie sind: Gespräche. Und zu Gesprächen gehört Zuhören, nicht nur das Senden von Informationen.

Spiritualität im Unternehmen?

Mittwoch, 07. September 2011

Am 1. und 2. September fand in Dornach am Goetheanum das vierte Wirtschaftsforum statt. Das Thema war diesmal “Spiritualität im Unternehmen”. Es nahmen ca. 100 Entscheider, Führungskräfte und Berater teil. Auf dem Programm standen Vorträge wie beispielsweise ” Zur gelebten Spiritualität im Unternehmen”, “Selbsterkenntnis als Führungskraft im Spiegel der Mitarbeitenden”, “Spiritualität oder ökonomisches Kalkül” oder zu “Räume schaffen für Meditation”. Auch ich beteiligte mich als Referent an der Diskussion um Spiritualität im Unternehmen.

In den Beiträgen und Gesprächen wurden von den Teilnehmern der Veranstaltung viele Fragen gestellt. Vorsichtig haben sich die Beitragenden an die Frage herangetastet, was Spiritualität im Unternehmen sein kann – wohl wissend, dass Anspruch und Wirklichkeit nur allzu leicht weit auseinander klaffen können. Fragen wie, ist es Spiritualität, wenn ich meditiere oder wenn ich mich im Gespräch wahrgenommen fühle, kamen auf. Oder ist Spiritualität, wenn plötzlich klar wird, warum ich jeden Tag zu Arbeit gehe?

Mich hat die Schilderung einer Teilnehmerin sehr berührt, die beschrieb, wie sie genau diese Frage an die Führungskräfte eines großen Unternehmens mit einer eher kalten und harten Arbeitskultur stellte: Warum seid ihr hier, warum geht ihr jeden Tag zu Arbeit, was motiviert euch? Es wurde deutlich, dass diese Menschen, diese Führungskräfte sich durch die Fragestellung der Teilnehmerin das erste Mal richtig wahrgenommen fühlten. Die Antwort war sehr bewegend und einfach: wir sind hier, um den Anderen zu helfen, ihre Arbeit besser erledigen zu können.

Vor diesem Hintergrund hat sich auch eine Geschichte bei mir eingeprägt, mit der ein Vortrag bei der Veranstaltung endete und die auf Konfuzius zurückgeführt wird:

Konfuzius in der Hölle

Konfuzius schlief und träumte, er sei zu Besuch in der Hölle.
Er sah eine riesige Tafel, gedeckt mit den feinsten Köstlichlkeiten, die man sich nur vorstellen kann.
Die Leute aber hungerten, denn sie durften nur mit Stäbchen essen. Und die Stäbchen waren zwei Meter lang, das konnte nicht funktionieren.

Dann besuchte Konfuzius den Himmel.
Er sah eine ganz ähnliche, grosse Tafel, ebenfalls berstend voll mit Köstlichkeiten, und auch hier mussten die Leute mit zwei Meter langen Stäbchen essen. Doch hier waren die Leute glücklich, zufrieden und wohlgenährt.

Denn im Himmel fütterten sie sich gegenseitig.

Die Frage, was Spiritualität im Unternehmen nun wirklich bedeutet, ist nicht einfach zu beantworten, aber hochspannend. Die Beiträge auf dem Wirtschaftsforum des Goetheanum und in den Gesprächen deuten auf das Zwischenmenschliche. Immer wenn ein Gespräch gelingt, wenn die Gesprächsteilnehmer das Gefühl haben, es ist was passiert, wenn sie nach einem Gespräch im positiven Sinne nicht mehr dieselben sind, dann kann das auf anwesende Spiritualität hindeuten.

Ich würde mich freuen, wenn unsere Blog-Leser uns ihre Meinung zu dieser spannenden Frage mitteilen würden: was ist für Euch Spiritualität? Und speziell Spiritualität im Unternehmen?

Spatenstich bei unserem Kreditkunden Parzivâl-Schule und Michael-Haus in München

Donnerstag, 07. Juli 2011

Am 10. Juni war es soweit: unser Kreditkunde, der Verein für Heilende Erziehung, Träger der Parzivâl-Schule und der Tagesstätte Michael-Haus in München, lud ein: gefeiert wurde der erste Spatenstich des Neubaus für die beiden Bildungseinrichtungen. Ort: der Münchner Stadtteil Schwabingen-West. Als Finanzierungspartner für dieses Vorhaben freuten wir uns sehr, gemeinsam mit unserem Kreditkunden diesen Tag zu würdigen.

Aber fangen wir die Geschichte von vorne an. Wer oder was sind die Parzivâl-Schule und das Michael-Haus?  

Die Parzivâl-Schule ist eine staatlich genehmigte, private Schule zur Lernförderung. Grundlage hierfür ist die Waldorfpädagogik. Es gibt 10 Klassen mit insgesamt 120 Schülern. Die Schule versteht sich als Bindeglied zwischen den Schulen für geistig behinderte Kinder und den Regelschulen und ist in dieser Form einzigartig in Bayern. Die Schüler der Parzivâl-Schule sind den Anforderungen der Regelschule aus den unterschiedlichsten Gründen nicht gewachsen und als “lernbehindert” eingestuft. Gründe hierfür sind Störungen in der leiblichen, seelischen und geistigen Entwicklung, woraus sich besondere Erziehung- und Förderbedürfnisse ergeben.

Die Heilpädagogische Tagesstätte Michael-Haus betreut über 40 Kinder im Alter von 6-12 Jahren, die einer intensiven heilpädagogischen Förderunge bedürfen. Ziel ist es, in der heilpädagogischen Gruppenarbeit schöpferische Kräfte anzuregen und das soziale Miteinander zu fördern. Ergänzt wird dies durch individuell abgestimmte Therapien, die wesentlich zur Gesundung der einzelnen Kinder beitragen.

In beiden Einrichtungen werden Kinder verschiedener Nationalitäten und Religionen sowie unterschiedlicher sozialer Herkunft miteinander unterrichtet und gefördert. Diese Offenheit und soziale Durchmischung ist für uns als nachhaltige Bank wichtig und spielt im Kreditentscheidungsprozess für Bildungseinrichtungen immer eine Rolle. 

Auch interessant zu wissen: Beide Einrichtungen, sowohl die Parzivâl-Schule als auch das Michael-Haus, werden durch eine eigene Bio-zertifizierte Küche versorgt! Und es gibt eine eigene Imkerei, deren Honig Demeter-zertifiziert ist! Das ist wirklich vorbildlich und freut uns als nachhaltige Bank, denn die ökologische Landwirtschaft liegt auch uns am Herzen.

Und warum wird jetzt neu gebaut?

Die beiden Einrichtungen wurden im Jahr 1996 eröffnet und befanden sich in den ersten Jahren ihres Bestehens in einem Kasernengebäude auf dem Gelände, auf dem jetzt neu gebaut wird. Dieses Gelände gehörte der Stadt München, die es in Wohnbauland umwandeln wollte. Im Zuge der Abrissmaßnahmen mussten die Parzivâl-Schule und das Michael-Haus das Gelände verlassen. Eine provisorische Unterkunft fand man in einem anderen ehemaligen Kasernengebäude. Seitdem wurde, auch aufgrund von Wachstum der Einrichtungen, nach anderen, passenden Räumen zur Anmietung gesucht. Diese Suche war jedoch erfolglos, weshalb der Trägerverein, bestehend aus den Eltern der Kinder, die seit Gründung der Einrichtungen bestehende Idee eines Neubaus nun aufgegriffen und mit sehr viel Engagement weiterverfolgt haben. Als dann von der Stadt München ein passendes Grundstück für solch ein Projekt just auf dem Areal, welches der ursprüngliche Standort der Einrichtungen war, angeboten wurde, sagten man Ja! Und wir kamen als Finanzierungspartner an Bord.

Das Grundstück für den Neubau umfasst mehr als 7.000 qm und befindet sich um die Ecke vom Olympiastadion in München. Gebäude mit rund 4.600 qm und hohen ökologischen Standards sollen hierauf entstehen – die Schulgebäude selber, aber auch Küche, zusätzliche Fachräume, Turn- und Mehrzweckhalle und ein Allwetter-Sportplatz. Geplanter Einzugstermin ist August 2012. Lehrer, Erzieher, Kinder und Eltern freuen sich nun auf die Aussicht eines dauerhaften Zuhauses für die Parzivâl-Schule und das Michael-Haus.

Wir gratulieren zum Baubeginn und freuen uns sehr über die partnerschaftliche Zusammenarbeit.

Unser Kreditkunde Heggelbach Hof feiert 25-jähriges Jubiläum

Mittwoch, 06. Juli 2011

Anfang Juni feierte unser Kreditkunde Heggelbach Hof sein 25-jähriges Jubiläum – wir waren vor Ort (nördlich vom Bodensee, nahe Herdwangen), um dem Geburtstagskind persönlich zu gratulieren.

Der Heggelbach Hof ist eine Hofgemeinschaft bestehend aus fünf Familien unterschiedlichster Generationen. Die Hofbewirtschaftung ist biologisch-dynamisch (Demeter), insgesamt umfasst der Hof 145 Hektar. Es gibt dort 45 Braunviehkühe (plus Nachzucht), aus deren Milch in der eigenen Hofkäserei wunderbarer Käse gemacht wird, der das Aroma des selbstangebauten Kleesgrases hat. Zudem suhlen sich rund 250 rosa Schweine kollektiv im Dreck. Außerdem gibt es eine kleine Schafherde, Hühner und Gänse.

Ebenfalls wird auf dem Heggelbach Hof viel Gemüse angebaut: Zwiebeln, Zuckermais, Rote Bete, verschiedene Selleriesorten, Kartoffeln, Pastinaken, Wurzelpetersilie. Und es gibt Getreidebau, Feldfutterbau und Ölfrüchteanbau. Mit letzterem soll eine möglichst umweltschonende und extensive Gewinnung von Pflanzenöl als Treibstoff für die Hof-eigenen Traktoren ermöglicht werden.

Und nicht zu vergessen: es gibt drei Ferienwohnungen auf dem Hofgelände (vielleicht noch ein Urlaubstipp für die Herbstferien!?).

Auf der 25-Jahr Feier konnte man sich als Gast von der Lebendigkeit und dem Zusammenhalt der Hofgemeinschaft sowie von der Qualität und der Natürlichkeit des Demeter-Betriebes überzeugen. Es gab köstliches Essen, hergestellt mit den Produkten des Hofes. Vorträge (u.a. auch zum Thema Finanzierung, an dem unser Geschäftsleiter Alexander Schwedeler teilnahm) sowie thematische Führungen durch den Hofbetrieb bildeten das Rahmenprogramm. Für Spiele für die vielen anwesenden Kinder war gesorgt und es gab verschiedene Stände von Geschäftspartnern des Hofes – so auch ein Stand der Triodos Bank, an dem wir viele schöne Gespräche mit Menschen führen konnten, die sich dem Thema Nachhaltigkeit verbunden fühlen. Der neue grüne Landwirtschaftsminister von Baden-Württemberg war höchst persönlich angereist, um dem Heggelbach Hof zu gratulieren und zu betonen, dass er sich für den Ausbau der biologischen Landwirtschaft im Bundesland einsetzen wird.

Der Heggelbach Hof, der seit diesem Jahr Kreditkunde der Triodos Bank ist, spielt in seiner Region eine wichtige Rolle für die regionale Landwirtschaft. Diese Akzeptanz und diesen Erfolg haben sich die Heggelbacher über 25 Jahre hart erarbeitet. Was zunächst als Gruppe von “Hippies” von der lokalen Bevölkerung kritisch beäugt und belächelt wurde, gilt nun als Vorzeigebetrieb in der ganzen Bodenseeregion und unter den Demeter-Betrieben in Deutschland. Wir gratulieren herzlich zu dieser tollen Leistung.   

In unserer August-Ausgabe des TriodosNewsletters werden wir dem Heggelbach Hof ein größeres Porträt widmen – hier können Sie dann mehr über die spannende Geschichte des Hofes sowie über die Ziele und Visionen der Heggelbacher für den eigenen Betrieb, aber auch die Zukunft der biologischen Landwirtschaft lesen. Gleich hier den TriodosNewsletter abonnieren! 

Weltladen Reloaded – der Fair Trade Shop in München

Mittwoch, 08. Juni 2011

Fair Trade Shop Gründer Heiko Harms und Peter Eicher

Am 26. Mai 2011 war es soweit. Unser neuer Kreditkunde, der „Fair Trade Shop“, öffnete seine Türen im Herzen von München in den frisch sanierten Stachus-Passagen. Die Gründer Heiko Harms und Peter Eicher wagen damit eine Neudefinition des Weltladen-Konzepts. Und die Triodos Bank begleitet sie dabei als Finanzierungspartner. Unser Kollege Götz Feeser, als Relationship Manager für die Kreditvergabe an Unternehmen und Institutionen im Bereich Sozialwirtschaft und Kultur zuständig, berichtet:

Nachdem wir erste tolle Fotos des fertiggestellten Fair Trade Shops von der offiziellen Eröffnung am Freitag, 27. Mai gesehen hatten, waren mein Kollege Richard Günther und ich sehr gespannt, uns selber vor Ort ein Bild zu machen und hatten hierzu direkt am Samstag, 28. Mai Gelegenheit: Gemeinsam mit den Gründern sowie Geschäftspartnern und vielen weiteren Menschen feierten wir den Start des Ladens. Wir waren sehr beeindruckt, sowohl von dem gelungen Design des Ladens als auch von dem Kreis an unterschiedlichsten Menschen, die das Projekt mit begleiten und unterstützen.

Der Fair Trade Shop ist wirklich super zentral gelegen in München. Wenn man eintritt, wird man von einem modernen, ästhetischen, aber gleichzeitig einladenden Ambiente empfangen. Auf einer Verkaufsfläche von 60 Quadratmetern werden ausgewählte Artikel des gehobenen Segments aus Fairem Handel angeboten. Viele Artikel sind zudem zusätzlich aus ökologischer Herstellung. Für jeden Geschmack ist etwas dabei. Mir haben insbesondere die schönen  Bambusschalen aus Vietnam gefallen (sehen wirklich schick aus) und sehr überzeugend war die Rotweinempfehlung aus Südafrika. Ansonsten gibt es Mode aus Bio-Baumwolle, schöne Taschen und weitere Non-Food-Artikeln, aber auch Food-Artikel wie gute Schokolade (bis zu 85% Kakaoanteil) oder Hochlandkaffee aus Bolivien, beides schön zum Verschenken.

Der Fair Trade Shop setzt stark auf Transparenz. So wird man als Kunde auf Wunsch von den vier freundlichen Verkäuferinnen genau informiert, unter welchen Bedingungen die Produkte hergestellt wurden und wie faire Handelskonditionen dazu beitragen, die Existenz der Hersteller sowie gerechte Löhne und soziale Arbeitsbedingungen zu sichern. Die Kombination aus Expertise im Fair-Handels-Bereich und Erfahrung im Einzelhandel zeichnet den Fair Trade Shop aus – zu dem neuen Team kann ich nur gratulieren. Ich habe mich als Kunde sehr gut beraten und wohl gefühlt.

Die Gründer des Fair Trade Shops, Heiko Harms und Peter Eicher, sind seit mehr als 20 Jahren in der Fair-Handels-Branche tätig. Sie beraten seit den 90er Jahren unter anderem die klassischen Weltläden in Marketingfragen. Hierbei machen sie immer wieder die Erfahrung: Der wirtschaftliche Erfolg der Weltläden hängt stark von der Standortfrage ab: je besser die Lage, desto höher die Umsätze. Dennoch scheuen die Weltläden in der Regel das finanzielle Risiko, in Zentrumsnähe zu eröffnen. Anders der Fair Trade Shop, der mit den Stachus-Passagen bewusst eine der belebtesten Einkaufspassagen Münchens, die täglich von bis zu 160.000 Besuchern frequentiert wird, als Standort gewählt hat.

Und Fairer Handel boomt. Immer mehr Verbraucher achten darauf, dass Produkte nicht nur ökologisch, sondern auch sozial gerecht hergestellt werden. Laut einer aktuellen Studie vom Mai 2011 gaben deutsche Verbraucher im vergangenen Jahr 340 Millionen Euro für Transfair-gesiegelte Produkte aus – eine Steigerung von 27 Prozent gegenüber 2009. Beste Voraussetzungen also für den Erfolg des Fair Trade Shop.

Deshalb haben wir uns auch als Triodos Bank entschieden, dem Fair Trade Shop einen Kredit zu geben. Dieser ist Teil eines innovativen Gesamtfinanzierungskonzepts, das wir gemeinsam mit den Gründern des Fair Trade Shop entwickelt haben. Denn neben uns als Kreditgeber haben sich Freunde und Bekannte mit Kapital in Form von Genussrechten an der Shop-Gründung beteiligt. Wir sehen als Bank die Genussrechte als Erweiterung des Eigenkapitals an und in der Bürgengemeinschaft von Menschen aus dem persönlichen und beruflichen Umfeld der Gründer eine zusätzliche Sicherheit.

Für wen München zu weit weg ist, dem kann ich dennoch einen positiven Ausblick geben. Denn langfristig sollen in größeren Städten bundesweit weitere Filialen des Fair Trade Shops entstehen.

„Gute Güter“ auf der goodgoods

Mittwoch, 01. Juni 2011

Faire Limonaden schlürfen, umweltfreundliche Autos von Tesla Probe sitzen, ökofaire Mode und innovative Produktdesigns bewundern – all das taten am vergangenen Wochenende rund 10.000 Messebesucher auf der goodgoods. Die Hamburger Messegesellschaft lud erstmalig zu der neuen Messe für nachhaltigen Konsum in die diesjährige Umwelthauptstadt Europas ein.

Per Bahn Angereiste wurden direkt vom Bahnhof mit Fahrradrikschas zur Messe  chauffiert. Hier war die Atmosphäre klasse: 90 größere und kleinere Unternehmen und Organisationen informierten über ihre Nachhaltigkeit und die ihrer Produkte und Dienstleistungen. Verschiedenste Lebensbereiche  wie „goodfood“, „goodmobility“, „goodhome“ oder „goodmedia“ waren vertreten. Das gefiel den Besuchern. Sie schauten sich im Fashion Cube Kollektionen von glore, Maygreen und Otto an, lernten im Fachforum von Michael Braungart und Ernst Ulrich von Weizsäcker über verschiedene Ansätze zur Lösung unseres Müllproblems und kreierten in der „Do it yourself-Welt“ eigene Gebrauchsgegenstände aus „nutzlosen Wertstoffen“ (ungleich Müll!) – so wurden zum Beispiel Lampen aus alten Schallplatten designt.

Auch an unserem Triodos Bank Stand war es spannend: Gerne beantworteten wir alle Fragen von „Was hat denn eine Bank mit Umweltschutz oder Bildung zu tun?“ bis „Wie viele Haushalte werden heute mit den erneuerbaren Energien versorgt, die ihr finanziert habt?“ (das sind übrigens europaweit weit über eine Million Haushalte). Es hat uns große Freude bereitet, uns mit den an Nachhaltigkeit hoch interessierten Besuchern auszutauschen – und zudem einige unserer Kunden zu treffen.

Darüber hinaus wurde im Fachforum des Vereins für ethische Investoren (CRIC) zum Thema „Möglichkeiten und Effekte nachhaltiger Geldanlagen“ diskutiert, wie Menschen mit ihrer Geldanlage etwas bewirken. Wenn Menschen ihr Geld einer Nachhaltigkeitsbank anvertrauen, können damit Kredite an Unternehmen und Organisationen vergeben werden, die für eine lebenswerte Zukunft arbeiten. Wir von der Triodos Bank finanzieren Akteure u.a. in den Bereichen ökologische Landwirtschaft, erneuerbare Energien, Sozialwirtschaft und Bildung. Unser Kollege Eike Zimbehl, Mitglied der Geschäftsleitung, gab in dem Fachforum von CRIC einen Einblick in die Gründungsmotivation unserer Bank. Schon 1980 wollten die vier Gründer in den Niederlanden durch den bewussten Umgang mit Geld zu einer nachhaltigen Gesellschaft und einer besseren Lebensqualität beitragen.

Die goodgoods war aus unserer Sicht eine tolle Messe, auf der sich interessierte Menschen persönlich die Nachhaltigkeit verschiedener Produkte und ihrer Produzenten unter die Lupe nehmen können. Wir würden uns freuen, wenn die Messe so weiter macht!

Die Hauptversammlung der Triodos Bank

Dienstag, 31. Mai 2011
 Am 20. Mai 2011 fand erneut die Hauptversammlung der Triodos Bank an unserem Hauptsitz in Zeist in den Niederlanden statt. Genau genommen ist es nicht eine Hautversammlung, sondern es sind gleich zwei: die Hauptversammlung der Triodos Bank N.V. und die Hauptversammlung der Stiftung mit dem Namen “Stichting Administratiekantoor Aandelen Triodos” (kurz SAAT). Die SAAT hält sämtliche Aktien der Triodos Bank N.V. und ist damit einzige Aktionärin. Allerdings können Privatpersonen wie auch institutionelle Investoren aktienähnliche Rechte an der SAAT erwerben und sich damit indirekt an der Triodos Bank beteiligen. Klingt recht kompliziert auf den ersten Blick, aber vielleicht hilft hier eine Graphik zum besseren Verständnis:

 

Diese Firmenstruktur, in welcher die Stiftung sämtliche Aktien an Triodos Bank N.V. hält und selber aktienähnliche Rechte ausgibt, stellt die langfristige Unabhängigkeit der Triodos Bank und ihrer Werte sicher.

Wie geschieht dies konkret:

- jeder Inhaber aktienähnlicher Rechte hat pro aktienähnlichem Recht eine Stimme. Er kann jedoch in der Hauptversammlung der SAAT, wo er sein Stimmrecht ausüben kann, immer nur maximal 1.000 Stimmen geltend machen, selbst wenn er mehr als 1.000 aktienähnliche Rechte besitzt. Zurzeit sind fast 5 Millionen aktienähnliche Rechte emittiert. Damit ist das Stimmrecht jedes Einzelnen stark begrenzt.

- jeder Inhaber aktienähnlicher Rechte kann zudem maximal nur knapp unter 10% des emittierten Kapitals erwerben. Durch diese Regel ist gewährleistet, dass niemand die SAAT auf Basis eines hohen Kapitalanteils dominieren kann.

-auf der Hauptversammlung der Triodos Bank N.V. haben die Inhaber aktienähnlicher Rechte ein Teilnahme- und Rederecht.

Mit Hilfe dieser wichtigen Bestimmungen, die bereits die Gründer der Triodos Bank so festgelegt haben, ist die Triodos Bank vor feindlichen Übernahmen sowie dominanten Investoren, die die Werte der Bank beeinflussen wollen, sehr gut geschützt. Gleichzeitig sind die aktienähnlichen Rechte aber handelbar im Rahmen eines Bank-internen Marktes. Auch das haben die Gründer so gewollt. Dadurch ist die Triodos Bank in der Lage, ihr starkes Wachstum über immer neues Eigenkapital einfach zu finanzieren. Die Triodos Bank erfüllt so bereits heute die neuen Basel III-Richtlinien, die im Zuge der Finanzkrise zur Stärkung der Banken bis 2019 von Finanzinstituten zu erfüllen sind.

Ich selber bin immer wieder begeistert von dieser Eigentümerstruktur der Triodos Bank. In den vielen Gesprächen, die ich regelmäßig mit Unternehmern führe, kommt die Frage nach einer stabilen Eigentümerstruktur immer wieder zur Sprache. Sie muss das Unternehmen schützen und finanzieren. Nur dann ist aus meiner Sicht die Balance zu halten: zwischen den inhaltlichen und den wirtschaftlichen Zielen. Nur dann wird es – konkret bezogen auf die Triodos Bank – auch weiterhin gelingen, dass wir die Lebensqualität für Mensch sowie den Schutz der Umwelt verbessern und bei starkem Wachstum unsere eigentlichen Ziele nicht aus dem Auge verlieren.

Aber zurück zum 20. Mai: an diesem Tag waren ca. 250 Inhaber aktienähnlicher Rechte zu unserem Hauptsitz nach Zeist gereist. Um 10:30 Uhr fing der Tag mit der Hauptversammlung der Triodos Bank N.V. an. Unser Vorstandsvorsitzender Peter Blom sowie unser Finanzvorstand Pierre Aeby berichteten über die Ergebnisse des Jahres 2010. Ein besonderer Schwerpunkt waren dieses Jahr auch die erstmalige Messung der positiven Wirkung, die die Triodos Bank durch ihre Finanzierungen auf Umwelt und Gesellschaft hat. Hier kann man in unserem neuen Online-Geschäftsbericht mehr dazu lesen. Beispielsweise decken die von der Triodos Bank finanzierten Projekte im Bereich erneuerbare Energien den durchschnittlichen Bedarf von rund 1,2 Millionen europäischen Haushalten ab – das ist ein Mehrfaches unserer ca. 285.000 Kunden. Und: hierdurch werden rund 1,6 Millionen Tonnen CO2-Emissionen vermieden. Ein beeindruckendes Ergebnis.

Nach dem Mittagessen fand dann die Hauptversammlung von SAAT statt. Der Vorsitzende des Stiftungsrats, Max Ruttgers, hatte zuvor in der Hauptversammlung der Triodos Bank N.V. sämtliche Stimmen im Namen der Stiftung und damit auch der Inhaber aktienähnlicher Rechte abgegeben. Mittags kamen nun letztere ausführlich zu Wort. Erstmalig saß man an vielen runden Tischen verteilt im ganzen Saal. Matthijs Bierman, der Leiter der niederländischen Filiale der Triodos Bank, leitete diesen Teil der Veranstaltung mit viel Humor ein und erläuterte vorbereitete Fragen, die an den Tischen diskutiert werden sollten. Er moderierte dann auch das Zusammentragen einiger der diskutierten Punkte. Einige sprachen sich zum Beispiel für noch mehr Innovation bei der Triodos Bank aus. Andere sorgten sich um die langfristige Unabhängigkeit der Bank. Diese Sorge wird von den Inhabern aktienähnlicher Rechte immer wieder ausgesprochen. Ich finde es schön, dass die Inhaber, die teils schon seit der Gründung mit dabei sind, an diesem Punkt immer wieder zur Wachheit aufrufen und fordern, dass die oben genannten Punkte wie Stimmrechtsbegrenzung und Kapitalbesitzbeschränkung nicht aufgeweicht werden.