Archiv für die Kategorie ‘95 Fragen’

95 Fragen zum letzten Mal – dieses Mal mit Sina Trinkwalder, on air aus Augsburg

Dienstag, 30. März 2010

Es waren schöne vier Monate – voller spannender Fragen und Antworten in deren Auftrag Helge Thomas für uns quer durch Deutschland fuhr.

Natürlich haben wir uns am Anfang gefragt, wie das wohl werden würde, welche Fragen und Antworten die Menschen “da draußen” bewegt. Sicher ist eine solche Aktion nicht typisch für eine Bank, aber wir sind ganz sicher auch keine typische Bank. Für uns ist Geld ein Mittel zur Veränderung, kein Selbstzweck. Nicht mehr und nicht weniger. Ein Mittel, mit dem wir alle viel bewegen können. Was wir aber bewegen möchten, darüber einen Dialog zu ermöglichen, das war unser Ziel mit der Aktion 95 Fragen. Und wir hoffen, es ist uns gelungen.

Gestern war Sina Trinkwalder für uns in Augsburg unterwegs, die mit Ihrem Unternehmen Manomama etwas sehr Spannendes wagt – Ökomode produziert in Augsburg. Wir wünschen Ihr viel Erfolg dabei!

In den letzten Ausgaben der 95 Fragen haben wir begonnen die Frage der Woche je auch einem ausgewählten Menschen zu stellen, die mit einem “relevanten” Projekt oder Unternehmen versuchen, etwas zu bewegen. Die täglich mit Ihrem Handeln zeigen, dass jeder von uns etwas bewirken kann. Kurz: “Wenn viele kleine Menschen an vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun, können Sie das Gesicht der Welt verändern.” Dabei waren u.a. spannende Unternehmen und Projekte wie das Social Business Affentor oder der Öko-Mode Zertifizierer Made-by.

Die Zukunft ist jetzt – fangen wir damit an, Sie zu gestalten. Für uns ist ein Dialog darüber der erste Schritt. Wir würden uns freuen, wenn Ihr mit uns in Kontakt bleibt – auch ohne die 95 Fragen, einfach via TriodosBlog oder Facebook.

An dieser Stelle auch nochmals ganz herzlichen Dank an Helge Thomas und alle Gastreporter in Stuttgart, Heidelberg, Hamburg, Freiburg, Berlin, Frankfurt, Dresden, München, Bochum, Augsburg, Düsseldorf, Köln….

Ach so und noch was – Helge Thomas hat darauf hingewiesen – wir schalten die 95fragen.de nicht einfach ab. Die Seite wird weiter bestehen, wenn auch nicht mehr interaktiv.

Dafür aber hat sich der Macher unseres Newsletter (und Hamburger Gastreporter der 95fragen), Michalis Pantelouris, etwas mit uns zusammen einfallen lassen, was wir mit den 95 relevanten Fragen in Zukunft machen werden. Nur soviel vorab: Es lohnt sich jetzt nochmal zwei Wochen lang – bis 12.4 – fleißig zu fragen und zu antworten! Für alle, die gerne unseren ebenso untypischen Newsletter (quartalsweise) erhalten möchte – hier gehts zum Abo des TriodosNewsletter.

Mit 95 Fragen und Katha Beck nach Bochum – für das Ruhrgebiet Kulturhaupstadt 2010

Dienstag, 23. März 2010

Gestern waren wir in der Kulturhaupstadt 2010 - besser an einem der vielen Schauplätze der Kulturregion: In Bochum. Dieses Mal mit unserer Gastreporterin Katharina Beck, die nicht nur auf Kathas Welt über alles rund um einen nachhaltigen Lebensstil bloggt, sondern die sich auch noch am Institute for Social Banking für ein sozial-orientiertes Geldwesen engagiert. Wir sind natürlich auch eines der Mitglieder dieses spannenden Instituts.

Die Frage der Woche dieses Mal im Gepäck: In welcher Gesellschaft wollen wir leben?

Eines war ganz klar: Wir können nicht in die Kulturregion rund um die Ruhr reisen, ohne dabei auch mit einem Vertreter aus der Kreativ- und Kulturwirtschaft dort zu sprechen.

Die Kulturhaupstadtveranstalter haben – so finde ich – einen zukunftsweisenden Schritt gewagt. Denn, so der O-Ton: “Nie zuvor hat eine Kulturhauptstadt die Kreativwirtschaft zu einem ihrer Hauptthemen gemacht und sie gleichberechtigt in ein Programm neben die öffentlich finanzierte Kultur gestellt. Zum ersten Mal werden die selbstständigen Akteure und Urheber, die ihre Kulturproduktion am Markt refinanzieren (müssen), als Modellbranche für den Wandel durch Kultur wahrgenommen. RUHR.2010 hat die elf Branchen der Kreativwirtschaft als treibende Kräfte gesellschaftlicher und sozialer Veränderungen erkannt (von Film über Games bis Musik, von Literatur über Design zu den darstellenden Künsten). Der Jahresumsatz der 23.000 Firmen der Kreativwirtschaft in der Region wird auf etwa 8 Milliarden Euro geschätzt. Der Zuwachs an Unternehmen lag seit 2006 mit 14 Prozent doppelt so hoch wie bei anderen Branchen. Diese Zahlen zeigen die wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung der Kreativwirtschaft für die Metropole Ruhr und belegen, wie wichtig es ist, diese Unternehmen aktiv zu unterstützen.”

Also, wollten wir einen der Köpfe dieses aufstrebendem Wirtschaftbereichs im Ruhrgebiet treffen: Gesagt, getan, wir haben auch Frank Tentler, von der Bochumer stART Konferenz, die Frage der Woche gestellt.

Nun aber genug, seht einfach selbst! Bühne frei für Bochum!

“In welcher Gesellschaft wollen wir leben?” from 95fragen_de on Vimeo.

Mit 95Fragen.de in Mainhattan

Dienstag, 16. März 2010

“Wenn du einen Wunsch frei hättest, wofür würdest du ihn verwenden?” – eine klassische “Wunschfrage” mit Antworten vom Wunsch auf einer großen Welle zu surfen bis hin zur “Wunschmaximierung”. Ich spreche in Rätseln? Seht einfach selbst, die Antworten, die Christoph Harrach von Karmakonsum, als unser Gastreporter in und um das Frankfurter Bankenviertel erhielt. Film ab für 95Fragen in Frankfurt am Main!

“Köln ist live” – Gestern waren wir mit den 95 Fragen in Köln

Dienstag, 09. März 2010

Wir waren in Köln – gestern! Und haben die Frage der Woche unserer Aktion der 95 Fragen durch unsere Gastreporterin Sabine Lydia Müller stellen lassen. Dieses Mal: Warum leben wir unsere Träume nicht einfach? Die Antworten? Jetzt anschauen auf der 95fragen-Gesprächsplattform zum  ”mitreden, mitfragen und mitantworten”. Sabine hat auch den Verband “Dasselbe in Grün” grüner Unternehmen mitgegründet - Mitglied ist u.a.  unsere Druckerei Lokay, bei der wir alles drucken lassen. Und jetzt Bühne frei für die Kölner Antworten!

Warum leben wir unsere Träume nicht einfach? from 95fragen_de on Vimeo.

Die Frage der Woche: Warum sehen viele Menschen bei neuen Ideen eher das Risiko als die Chance?

Dienstag, 23. Februar 2010

Gestern war für uns der Unternehmer Ralf Lippold in Dresden als 95Fragen-Gastreporter unterwegs (hier geht es zu seinem Blog). Die beliebteste Frage auf 95fragen.de war dieses Mal: “Warum sehen viele Menschen bei neuen Ideen eher das Risiko als die Chance?”  Die Antworten auf 95fragen.de? Ganz unterschiedlich. Hier einmal ein paar Auszüge von der Gesprächsplattform:

25.11. Alex, Texter Wiesbaden: Auch interessant: Manche Etymologen vertreten die These, dass “Risiko” vom arabischen رزق (rizq) stammt – das tägliche Brot, der von Gott gegebene Lebensunterhalt. Auch deshalb hängen wir wohl so am “Risiko”

28.11. Ulla Keienburg, Heimathafen Hamburg: “Glück muss man können!” Sie müssten sich entscheiden und sich dann bewegen – beides braucht Mut und Kraft. Ihre Energie investieren sie aber lieber in die Bestandssicherung. Zudem sind ihre Beurteilungskriterien eher “wahr” und “falsch” als “mehr oder weniger nützlich”!

30.11. Immo Lünzer, Avantgardist & PublizistDarmstadt: Ist das überhaupt so? Ich denke, dass oft mehr die Chancen gesehen werden als das Risiko, z. B. bei der Atom- oder Gentechnik.

04.12. Nicola: …in Deutschland. Das ist zum Teil Erziehung/ Kultur!! In anderen Ländern ist das ein wneig anders :o )

13.12. Silke, Studentin Berlin: Weil Chancen in der Zukunftbegründet liegen und Risiken in der Vergangenheit. Das eine hat eher mit Hoffnung und Vertrauen, das andere mit Wissen und Enttäuschung zu tun..

15.12. Anonym: Weil die Angst des Menschen vor dem Verlust stets größer ist als seine Hoffnung auf Gewinn. Ganz wie im Gleichnis von dem Spatzen in der Hand…

17.12. Michael Werner, Berater Hamburg: Weil die Offenheit für die Zukunft nicht vom Himmel fällt.

19.12. K. Herrmann, Operator, Sachbearbeiter Erfurt: Weil jeder Mensch das Ungewisse scheut

19.12. FJL, Bio-Gemüsegärtner, Stadtlohn: Weil die meisten von uns negativ erzogen werden (tu dies nicht, das kannst du noch nicht usw.) und weil zusätzlich Glücklichsein und das Ergreifen von Chancen erlernt werden müssen. Das gibt das Elternhaus oftmals nicht, die Schule gar nicht her.

95 Fragen goes Schanzenviertel

Dienstag, 16. Februar 2010

Ich kann nur sagen: Chapeau! Gestern war für uns Michaelis Pantelouris – ein von mir sehr geschätzter Journalist, Autor, kreativer Blattmacher (hier gehts lang für alle, die sich für seine Medienproduktion interessieren: Chesley) und Blogger (sein Blog: “print würgt“)  – als Gastreporter im Hamburger Schanzenviertel on tour. Michalis kenne ich noch aus Zeiten des grünen Lifestyle-Magazins IVY.

Die Frage der Woche: “Worüber würden Sie berichten, wenn Sie Zeit in einer Nachrichtensendung bekämen?”. Wir finden: Das passt klasse – eine solche Frage durch einen Journalisten stellen zu lassen.

Die “Fragestellerin” Ina aus Berlin ist übrigens von der Initiative “www.nischenthema.de”- ein sehr spannender Ansatz! Später einmal mehr darüber.

Jetzt seht selbst, was Michalis im Schanzenviertel zusammen mit unserem Filmemacher Helge Thomas für spannende Antworten erhielt. Was ich dabei wieder gelernt habe: Fragt die Leute – ihr erhaltet die relevanten Antworten unserer Zeit. Wir machen weiter, macht mit auf www.95fragen.de! Nächste Woche sind wir in Dresden on air.

Dieses Mal in Berlin: Die Frage der Woche “Was ist das Wertvollste, das Sie haben?”

Dienstag, 09. Februar 2010

Auf unserer 95-Fragen-Tour durch Deutschland waren wir gestern in Berlin. Dieses Mal ist Andrea Nienhaus von den Sozialhelden  als Gastreporterin losgezogen und hat sich durch Berlin gefragt – viel Spaß beim Anschauen!

Was ist das Wertvollste, das Sie haben? from 95fragen_de on Vimeo.

Die Frage der Woche: “Was bedeutet Heimat für dich/Sie?”

Dienstag, 02. Februar 2010

Die Besucher auf 95fragen.de haben sich entschieden. Und ihre beliebteste Frage dieser Woche ist auch aus meiner Sicht sehr relevant. Gerade in Zeiten der Globalisierung bekommt der Begriff “Heimat”, von manchen als eher altmodisch abgetan, vielleicht eine ganz neue Bedeutung. Wie auch immer. Unser 95Fragen-Reporter hat sich auf jeden Fall heute in Stuttgart auf die Suche nach Antworten gemacht. Hier ist jede Menge Heimat drin!

Die Frage der Woche diesmal: “Welchen Preis zahlen wir für unseren Fortschritt?”

Dienstag, 26. Januar 2010

…und unsere Gastreporterin Susanne Er vom Unternehmens-Theater ‘Business-Class’ hat darauf, wie ich finde, richtig spannende Antworten erhalten!

Wie können wir Nachhaltigkeit mit in unser tägliches Tun bringen?

Dienstag, 19. Januar 2010

mittelpunkt-kl

Letzten Donnerstag war ich zu einer Veranstaltung bei der Fa. Duschl Ingenieure geladen, um über die Frage zu sprechen, wie wir im Alltag nachhaltig mit einander umgehen und handeln können.

Die zwei Impulsreferate, die der Coach und Unternehmensberater Hans Joachim Achatzi und ich gaben, handelten von den drei P´s, People, Planet, Profit, und wie diese drei in ein Gleichgewicht, in eine gesunde Balance zu bringen sind.

Wir sprachen über die Schwierigkeit, die komplexen Zusammenhänge, zum Beispiel bezüglich der Finanzkrise, erst einmal zu verstehen. Dazu wäre es notwendig, das Phänomen Finanzkrise von verschiedenen Seiten aus zu betrachten. Jeder von uns hat seine eigene Sichtweise darauf. Es wäre wichtig, diese verschiedenen Sichtweisen zusammenzutragen, sich gemeinsam ein Bild davon zu machen. Diese gemeinsame Form der Bildgestaltung deutet auf eine neue Art der Urteilsbildung hin. Es wird dann erkennbar, dass das gemeinsam im Gespräch erstellte Bild viel reicher und gesättigter ist, als jenes, welches man sich alleine von dem Phänomen bildet. Einfach gesagt: ich muss um den Baum einmal ganz herum laufen, ihn dabei anschauen, um zu einem vollständigen Bild des Baumes zu gelangen. Wenn sich fünf oder sechs Menschen an verschiedenen Orten rund um den Baum aufstellen, können sie ihr jeweiliges Bild im Gespräch zusammentragen.

Diese Art der Urteilsbildung ist ja auch in den drei P´s enthalten. Maximale Nachhaltigkeit bedeutet hier für Triodos, dass die Bedürfnisse aus den drei Feldern People, Planet und Profit in einem gesunden Gleichgewicht stehen. Ein Urteil, wo hier das gesunde Gleichgewicht erreicht ist, kann man alleine fällen. Es fällt aber reicher und gesättigter aus, wenn dieses Urteil durch die Bildgestaltung von mehreren entsteht, wo jeder die Sicht aus seiner Lebensperspektive beiträgt.

In der sich daran anschließenden Diskussion kamen die Schwierigkeiten zur Sprache, die so einer Urteilsbildung im Wege stehen können: Vorurteile, Zynismus, und Angst. Man muss in so einem Prozess auch den eigenen Standpunkt verlassen können und auf den anderen zugehen. Sonst entsteht kein gemeinsames Urteil, welches von allen mitgetragen werden kann.

Im weiteren Gespräch kamen noch ganz andere, praktische Fragen auf, wie “Welche Renditeerwartung ist heute angemessen? (profit)”, oder “Wie können wir unser Ausbildungssystem so weiterentwickeln, daß der Auszubildende, oder die Studentin diese neue Art der Urteilsbildung, des ganzheitlichen Denkens, lernen können? (people)”, oder “Wie muß ein Management Team zusammen arbeiten, damit die Firma erfolgreich wird? (people)”. Es waren rund 40 Gäste dort, und die vielen aufgeworfenen Fragen wurden angeregt weiter besprochen in der Pause und danach.